Lidstraffung mit Laser

Eine Lidstraffung mit dem Laser – warum?

Die Spannkraft unserer Haut verringert sich im Laufe der Zeit. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Kollagenfasern abgebaut werden und bereits ab dem 30. Lebensjahr nicht mehr genügend neues Kollagen vom Körper gebildet wird.

Das Ergebnis: Kleine Fältchen (Knitter-/Lachfalten) werden sichtbar und die Haut wird merklich trockener.

Ist die Haut der Augenlider nur gering erschlafft, muss nicht unbedingt ein chirurgischer Eingriff durchgeführt werden. Oft reicht es aus, die Lider per Laser zu behandeln. Dadurch kann ich die Produktion von Kollagenfasern stimulieren, wodurch Ihre Haut wieder aufgepolstert wird.

Was sind die Voraussetzungen für eine Lidstraffung mit dem Laser und wann ist der richtige Zeitpunkt?

Grundsätzlich können Sie eine Laserbehandlung der Augenlider in jedem Alter vornehmen lassen.

Ich führe eine Lidstraffung mit dem Laser bei Ihnen nur durch, wenn Sie am Behandlungstag körperlich fit und gesund sind. Andere Augen- und Liderkrankungen müssen vorher untersucht und ausgeschlossen werden.

Welche Vorteile bringt mir eine Lidstraffung mit dem Laser?

Durch eine Lidstraffung mit dem Laser wird der Hautüberschuss entfernt und ggf. die Muskulatur gestrafft, ohne dass dies eine äußere Narbe hinterlässt.

Die Haut wird flächenhaft geschrumpft. Somit können größere Hautüberschüsse beseitigt werden und Ihre Augenlider wieder attraktiv geformt werden.

Bevor Sie sich zu einer Lidstraffung entschließen, berate ich Sie gerne ausführlich. Wir klären gemeinsam, welche Ergebnisse bei Ihren persönlichen Voraussetzungen zu erwarten sind. Zeigen Sie mir anhand von Bildern, welche Veränderungen Sie sich von der Operation erhoffen und wie Ihre Augenpartie aussehen soll.

Gerne biete ich Ihnen an, sich mit meinen anderen Patienten in Verbindung zu setzen, um sich auszutauschen. Es ist das alleinige Ziel des Eingriffs, dass Sie sich anschließend zufriedener fühlen.

Wie bereite ich mich auf eine Lidstraffung mit dem Laser vor?

  • Zur Lidstraffung durch Laser bereite ich die Patienten in der Regel zuerst mit Vitamin-A-haltigen Cremes und Salben vor, um die Haut zu konditionieren.
  • Wichtig ist bei einer Laserstraffung, den Hauttyp zu eruieren. Dazu untersuche ich die Haut mithilfe einer Lupenbrille.
  • Bei Patienten mit Neigung zu einer Herpesinfektion, sollte vor der Laserbehandlung eine geeignete Therapie gegen Herpes erfolgen.
  • Bevor eine Lidstraffung durchgeführt wird, führe ich mindestens zwei Aufklärungsgespräche mit Ihnen. Dabei können wir erörtern, welche Ergebnisse unter Berücksichtigung Ihrer körperlichen Voraussetzungen und Ihrer persönlichen Vorstellungen erzielt werden können. Ich empfehle Ihnen, sich auch eine zweite Meinung einzuholen.
  • Außerdem untersuche ich Ihre Lidfunktion mit verschiedenen Testverfahren, um z.B. die Funktion Ihres Augenringmuskels zu analysieren.
    Eine eventuell bestehende Augenerkrankung oder Lidfehlfunktion sollte schon vor der Operation durch Untersuchung und Analyse ausgeschlossen werden.
  • Im Aufklärungsgespräch werde ich die Möglichkeiten der Schnittführung und die zurückbleibenden Narben genau mit Ihnen besprechen und auch auf Ihrer Oberlidhaut anzeichnen.
  • Bitte denken Sie im Aufklärungsgespräch auch daran, mir mitzuteilen, ob und welche Medikamente Sie bis zur Operation weiterhin einnehmen müssen. Medikamente, die die Blutgerinnung verzögern, müssen Sie unter Überwachung Ihres behandelnden Hausarztes in der Regel 14 Tage vor der Operation absetzen.
  • Zu den gerinnungshemmenden Substanzen gehören einige Schmerzmittel, u. a. ASPIRIN (ASS) oder Vitamin E. Diese sollten Sie spätestens fünf Tage vor der Operation absetzen, da die blutverdünnende Wirkung die Blutgerinnung verzögert und Nachblutungen verursachen kann. Auch auf hormonhaltige Medikamente wie Östrogenpräparate oder die Anti-Baby-Pille sollten Sie verzichten. Diese Medikamente sollten Sie unter Überwachung des behandelnden Arztes (Hausarzt oder Frauenarzt) vor der Operation absetzen.
  • Leiden Sie unter Allergien, wie z. B. gegen Medikamente oder Pflegemittel (auch Desinfektionsmittel oder Pflaster), oder sind bei Ihnen andere Krankheiten bekannt, so müssen Sie mir diese in jedem Fall mitteilen.
  • Sollten Sie zu blauen Flecken oder anhaltenden Blutungen nach kleinen Verletzungen neigen, muss ich vor der Operation unbedingt eine Gerinnungsstörung ausschließen können.
  • Nikotin führt zu einer verminderten Durchblutung der Organe. Im Operationsbereich kann es deshalb zu einer Durchblutungsstörung kommen. Zusammen mit Medikamenten zur Empfängnisverhütung (Anti-Baby-Pille) steigt das Risiko der Bildung von Blutgerinnseln. Verzichten Sie daher bereits so früh wie möglich − mindestens vier Wochen − vor dem Eingriff und, für die Zeit der Wundheilung, nach dem Eingriff auf den Nikotinkonsum.
  • Voruntersuchungen (in der Regel Elektrokardiogramm (EKG) und eine Blutuntersuchung) können Sie von Ihrem Hausarzt durchführen lassen, sie sind aber bei einer Operation in örtlicher Betäubung bei sonst gesunden Patienten nicht notwendig.
  • Bei einer geplanten Narkose − z.B. bei Laserbehandlung aller 4 Lider − bespricht der Anästhesist (Narkosearzt) im Vorfeld die Narkose mit Ihnen. Er ist während der gesamten Operation anwesend und überwacht Sie.
  • Bei der Planung des Operationstermins sollten Sie sowohl die beruflichen Folgen als auch die Nachbehandlungszeit einkalkulieren. Den Eingriff führe ich in der Regel ambulant unter örtlicher Betäubung durch. Anschließend ist mit einem Klinikaufenthalt von drei bis fünf Tagen, bei Bedarf auch länger, zu rechnen.
  • Vermeiden Sie am Tag und auf jeden Fall am Abend vor der Operation den Konsum von Alkohol. Am OP-Tag müssen Sie nüchtern sein. Ihre Medikamente können Sie nach Absprache mit mir mit etwas Wasser zu sich nehmen.

Folgende Punkte sind bei einer Laserbehandlung zu beachten:

  1. Ihre Haut sollte nicht oder nur sehr wenig gebräunt sei; bei starker Bräunung kann eine Pigmentstörung auftreten. In diesen Fällen kommt es zu einer leichten Aufhellung der Haut, die für längere Zeit bestehen bleiben kann.
  2. Am Tag der Laserbehandlung dürfen Sie vor der Therapie keinerlei Make-up oder andere abdeckende Cremes verwenden.

Was geschieht bei einer Lidstraffung mit dem Laser?

Die Korrektur der Lider verlangt vom Operateur viel ästhetisches Empfinden, um optimale Resultate zu erzielen.

Die Operationstechnik, die ich bei Ihrer Oberlidstraffung anwende, hängt entscheidend vom Ausgangsbefund ab:

  • Liegt ein reiner Hautüberschuss,
  • eine Erschlaffung der Augenringmuskeln,
  • eine Vorwölbung von Augenhöhlenfettgewebe an den Oberlidern und/oder an den Unterlidern,
  • eine Abschwächung des Lidhebermuskels an den Oberlidern
  • eine Erschlaffung der Augenringmuskeln mit Hängefalten (Festoon), evtl. in Kombination mit einem Ödem (Wasser und/oder Lymphansammlung) sowie einer Degeneration und Verkalkung des Augenringmuskels oder
  • eine Kombination einzelner Befunde vor?

Um bei Ihnen einen deutlichen Verjüngungseffekt zu erzielen, kann es manchmal schon genügen, dass ich nur die erschlaffte Haut entferne. In anderen Fällen ist es allerdings notwendig, auch etwas Fettgewebe abzutragen und Muskelgewebe zu straffen, um den gewünschten Effekt zu erreichen.

Bei der Auswahl Ihres Arztes sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie es mit einem erfahrenen Chirurgen zu tun haben, der sowohl mit dem vergleichsweise komplizierten Aufbau der Lidregion als auch mit ihren Erkrankungen und den darauf ausgerichteten speziellen Operationstechniken vertraut ist.

Welche Methoden der Lidstraffung mit dem Laser gibt es und muss ich sichtbare Narben befürchten?

Je nach individueller Ausgangslage wende ich zur Korrektur eine unterschiedliche Technik an.

Oberlidstraffung durch Laser

Hier stehen neben anderen Möglichkeiten auch die CO2 Laser zur Verfügung, die ideal für die Straffung der Oberlider sind.

  • Lidstraffung mit äußerer Schnittführung an der Haut durch Laserstrahlen:
    • Vor der Operation zeichne ich die Schnittführung entlang Ihrer Oberlidfalte (Oberlidfurche), etwa 6-8 mm von der freien Lidkante entfernt, an. Diese Operationsnarbe, die beim Schnitt in die Haut entsteht, „verspielt” sich in der Oberlidfalte, verliert sich mit der Zeit und ist demzufolge allenfalls minimal sichtbar.
    • Bei Hautüberschuss, auch in der seitlichen Lidregion, verlängere ich gerne den Schnitt aus der Oberlid-Umschlagsfalte zur Seite neben das Auge in die Zone der Lachfalten. Hier lege ich den Schnitt vorsorglich in den Bereich einer natürlichen Hautfalte. Später verschwindet diese Narbe meist in der natürlichen Krähenfußfalte, die die meisten Menschen haben.
      Nach der Markierung des Hautüberschusses entferne ich die Haut spindelförmig in Form eines Hautstreifens − entweder mit dem oder ohne das darunterliegende Muskelgewebe des Augenringmuskels − je nachdem ob eine zusätzliche Straffung der Muskeln an den Lidern notwendig erscheint oder nicht. Dadurch kann ich die Lidfurche natürlich formen.
  • Wenn ein reiner Hautüberschuss vorliegt:
    • In solchen Fällen entferne ich nur den spindelförmigen Überschuss und verschließe die Wundränder mit einer mikrochirurgischen Naht mithilfe einer Lupenbrille.
  • Wenn zusätzlich zum Hautüberschuss auch eine Erschlaffung der Augenringmuskeln vorliegt:
    • In solchen Fällen straffe ich auch den Augenringmuskel. Je nach Befund kann ich einen Streifen des Muskelgewebes entfernen und dann den Muskel straffen, oder, ohne ihn zu entfernen, den Muskel plissieren. Dadurch kann ich Volumen gewinnen und die Lider zusätzlich auffüllen. Dies ergibt ein jugendlicheres Aussehen.
  • Wenn zusätzlich zum Hautüberschuss eine Vorwölbung von Augenhöhlenfettgewebe vorliegt:
    • Manchmal reduziere ich auch die Fettdepots, die am inneren Lidwinkel und in der Mitte des Lids vorkommen. In der Regel entferne ich diese sehr diskret, um das Aussehen Ihrer Lider natürlich, voll und jugendlich zu lassen und um die Bildung eines „Hohlauges“ zu vermeiden. Nach sorgfältiger Blutstillung mit einem feinen Laserstrahl vernähe ich die Wundränder mit einem sehr feinen mikrochirurgischen Faden mithilfe einer Lupenbrille
  • Wenn eine Abschwächung des Lidhebermuskels vorliegt:
    • Wenn zusätzlich bei Ihnen eine Lidheberschwäche besteht, führe ich eine Verkürzung des Muskels durch. Das bewirkt, dass Sie Ihre Lider wieder besser öffnen können.
  • Wenn eine Kombination verschiedener Befunde vorliegt:
    • In solchen komplexen Fällen werde ich nach genauer Untersuchung und Analyse − je nach vorliegendem Befund − die verschiedenen o.g. Procedere vornehmen. 

Unterlidstraffung durch Laser

Im Gegensatz zur konventionellen Operation wende ich Laserstrahlen zum einen nur zum Schneiden der Haut und des Gewebes an; laserspezifischen Komplikationen sind nicht zu erwarten. Zum anderen setzte ich sie flächig ein, um die überschüssige Haut schrumpfen zu lassen. Bei dieser Anwendung kann es laserbedingt zu Komplikationen kommen.

  • Unterlidstraffung durch äußere Schnittführung mit Laser:
    • Bei diesem Vorgehen ist die Methode dieselbe wie bei einer Straffung mit Skalpell (konventionelle Straffung), die Schnittführung wird jedoch mithilfe von Laserstrahlen vorgenommen.
    • Liegt bei Ihnen ein Hautüberschuss vor, dann setze ich die Schnittführung bei der Unterlidstraffung, nur wenige Millimeter von der freien Lidkante entfernt, direkt unterhalb der Wimpernreihe an und lasse sie, an der Außenseite gewinkelt, nach unten im Verlauf der Lachfalten auslaufen.
    • Durch sanften Druck auf Ihren Augapfel kann ich prüfen, ob überschüssiges (periorbitales) Fettgewebe um das Auge herum vorliegt. Früher wurde dieses Fettgewebe, wie beim Oberlid, entfernt; heutzutage wird es erhalten.
    • Beim so genannten Arcus marginalis release polstere ich mit dem Fettgewebe den knöchernen Unterrand der Augenhöhle ab und erzeuge damit einen harmonischen, jugendlichen Übergang von der Wange zum Unterlid, der die Tränenrinne wieder ausfüllt.
    • Routinemäßig nehme ich die Straffung des Unterlidbändchens am Außenrand der knöchernen Augenhöhle vor (laterale Kanthopexie). Diese Fixierung ist prophylaktisch, damit sich das Unterlid durch den Narbenzug nicht senkt. Manchmal führe ich eine Zügelung des Unterlides nach oben durch, an einem außen abgespaltenen Teil des Unterlidmuskels (Orbicularis Zügelung). Damit kann ich − bei Bedarf − dem Narbenzug auf das Unterlid noch effektiver entgegenwirken.
    • Nach der Ablösung der Haut, dem Modellieren der Fettpolster und der Straffung und Fixation des Lidbändchens, entferne ich die überschüssige Haut sehr vorsichtig und moderat, da das Unterlid extrem empfindlich auf eine vertikale Spannung reagiert. So kann ich das berüchtigte „Triefauge“ weitgehend vermeiden.
  • Unterlidstraffung durch Laserstrahlung ohne Schnittführung:
    • Hier wird anhand der Laserstrahlen die Haut durch äußere Anwendung von Laserenergie geschrumpft. Es kommt dann zur Straffung der überschüssigen Haut an den Unterlidern.
  • Unterlidstraffung durch innere Schnittführung durch die Bindehaut:
    • Sind ein geringer Haut- und ein reiner Fettgewebsüberschuss für die Tränensäcke verantwortlich, kann ich mithilfe spezieller Operationstechniken auf die äußere Schnittführung und Durchtrennung des Unterlidmuskels verzichten sowie den nachfolgenden Narbenzug verringern oder ganz vermeiden.
    • Durch eine Schnittführung in der Bindehaut (sogenannter transkonjunktivaler Zugang) kann ich über die Bindehaut von der Lidinnenfläche aus – also ohne äußere Hautschnitte – sowohl die Fettkörper („Fettpölsterchen“) verkleinern als auch den Arcus marginalis release durchführen.
    • Die Lasermethode unterscheidet sich nur dadurch von der konventionellen Operation, dass ich Laserstrahlen anwende, um den Schnitt anzulegen.
  • Wenn eine Mischform vorliegt (ist also sowohl zu viel Haut als auch zu viel Fett vorhanden),
    • entscheide ich über die Operationstechnik je nachdem, was überwiegt. Handelt es sich um einen geringen Hautüberschuss, so kann ich diesen beim Zugang über die Bindehaut durch eine anschließende Hautstraffung mittels Laser oder chemischer Straffungsverfahren (Peeling) beseitigen.
    • Bei einem deutlichen Hautüberschuss und Fettgewebsvorfall kann ich den Hautüberschuss nur durch den äußeren Hautschnitt beseitigen.
    • Liegt zusätzlich auch eine altersbedingte Erschlaffung des Lidbandes vor, führe ich die Straffung bzw. die Fixation wie oben beschrieben durch.

Welche Komplikationen können bei einer Lidstraffung mit dem Laser auftreten?

Die Risiken sind, mit wenigen Ausnahmen, nahezu identisch mit den Risiken der konventionellen Lidstraffung, also der Lidstraffung mit Skalpell.

Ein Augenlid zu straffen und wieder mit jugendlicher Spannung zu versehen, ist ein Routineeingriff. Dennoch benötigt der Plastische Chirurg ein gutes ästhetisches Empfinden und exakte anatomische Kenntnisse. Die Operationsindikation zur Oberlidstraffung stelle ich großzügig, bei der Unterlidstraffung bin ich zurückhaltender.

  • Ein bedrohliches Risiko bei einer Oberlidplastik ist eine Nachblutung bei der Teilentfernung des Fettgewebes um den Augapfel, des sogenannten „periorbitalen Fettgewebes“, weshalb ich generell auf penibel auf die Blutstillung achte. Bei der Laserbehandlung wird das Gewebe erhitzt. Dadurch ist das Risiko einer Nachblutung geringer, aber nicht ausgeschlossen.
  • Für einige Wochen kann durch Narbenzug und Schwellung der Lidschluss inkomplett sein. Dadurch droht ein offenes Auge, und infolgedessen eine trockene Bindehaut, die sich entzünden kann. Dauerhafte Lidschlussstörungen sind sehr selten und können eigentlich nur entstehen, wenn bei der Operation zu viel Haut entfernt wurde. Dies ist glücklicherweise sehr selten der Fall.
  • Das größte Risiko der Operation ist Narbenzug auf das Unterlid, der anfangs zu einem Sichtbarwerden der Sklera (Lederhaut) unterhalb der Pupille (sogenannter Scleral Show) und im fortgeschrittenen Stadium zu einem Ektropium des Unterlides (Auswärtskippen der Unterlidkante) mit Tränen und Austrocknen des Auges führen kann (Tränenträufeln).
  • Ursache dafür muss nicht immer zu viel entfernte Haut sein. Diese Symptome können allein durch die, bei manchen Patienten sehr aktive, Narbenbildung oder eine zu geringe Spannung des Unterlidbändchens entstehen. Aus diesem Grunde führe ich routinemäßig die Fixierung des Unterlidbändchens – wie oben aufgeführt − am Außenrand der knöchernen Augenhöhle durch (laterale Kanthopexie).
  • Durch den Narbenzug kann es zu einer Formveränderung der Lidstellung (Unterlider) kommen.
  • Gelegentlich kommt es nach der Lidstraffung zu einer Einblutung in die Bindehaut, welche sich jedoch meist von selbst auflöst. Bei einer Einblutung in die Augenhöhle kann es, wenn der Patient keine ärztliche Hilfe erhält, im äußersten Ausnahmefall zur Erblindung kommen.
    Es dauert etwa 7-10 Tage, bis die Schwellung zurückgegangen ist und der Bluterguss sich zurückgebildet hat.
  • Insbesondere bei älteren Menschen kann sich eine bereits vorhandene Augentrockenheit verstärken.
  • Wird zuviel Haut entfernt, droht ein offenes Auge sowie ein inkompletter Lidschluss und infolgedessen eine Trockenheit der Bindehaut, die zur Bindehautentzündung führen kann.
  • In seltenen Fällen kann der Lidhebermuskel verletzt werden; dann kann das Oberlid nicht mehr aktiv geöffnet werden. In einem solchen, sehr seltenen, Fall korrigiere ich den Lidheber, damit das Auge wieder aktiv geöffnet werden kann. Bis jetzt hatte ich unter meinen Patienten keinen solchen Fall.
  • In der Folge kann es zu Schwellungen und Blutergüssen kommen, die nach ein bis drei Wochen abklingen.
  • Die feinen mikrochirurgischen Fäden entferne ich nach einer Woche. Die Narben können in den ersten Wochen noch gerötet und verdickt sein. Nach Abschluss der Narbenreifung (6 Monate) sind sie in der Regel eher unscheinbar. Ein geringer Zug auf das Unterlid verschwindet nach einigen Wochen, meist im Rahmen der Narbenreife. Ein stärkerer Zug bedarf einer Korrekturoperation.
  • Wird zu viel Haut entfernt, droht ein hängendes Unterlid (Lidretraktion) und bei einem Auswärtskippen der Unterlidkante ein „Ektropium“. Dabei kann ein sogenanntes „Triefauge“ entstehen, das nicht mehr richtig schließt und andauernd tränt.

Welche möglichen Nebenwirkungen können speziell bei einer Laserbehandlung auftreten?

Welche Narkose erhalte ich bei einer Lidstraffung mit dem Laser?

Ich führe die Lidoperationen in der Regel unter örtlicher Betäubung durch. Aber auch eine Operation unter Vollnarkose ist möglich und durchaus sinnvoll, insbesondere, wenn ich alle 4 Lider gleichzeitig operiere.

Günstiger ist bei der reinen Lidstraffung jedoch die örtliche Betäubung. Dadurch kann ich eine zu umfangreiche Hautentfernung besser vermeiden, da die Lidmuskeln nicht durch die Vollnarkose relaxiert sind.

Was muss ich nach einer Lidstraffung mit dem Laser beachten?

In der Nachbehandlungsphase ist eine Kühlung des Operationsgebietes sehr wichtig. Dies vermindert die Schwellung. Durch die Kühlung werden die Blutgefäße verengt. Dies minimiert die Nachblutungsgefahr, Schwellungen und die Bildung von Blutergüssen wesentlich.

Um Ihre Augen nicht zu sehr anzustrengen und zu schützen, empfehle ich Ihnen, in der ersten Zeit eine Sonnenbrille zu tragen.

Außerdem empfehle ich Ihnen die Anwendung einer mit Vitamin K angereicherten Salbe, z.B. Auriderm. Diese unterstützt den schnelleren Abbau der Blutergüsse.

Am 5.-7. Tag werden die feinen Fäden entfernt.

Natürlich können Sie die Narben zusätzlich auch überschminken.

Wichtig ist die Vorbeugung einer Herpesinfektion. Patienten, die zu einer Herpesinfektion neigen, sollten, nach Rücksprache mit ihrem Hausarzt, Medikation zur Vorbeugung einer akuten Herpesinfektion einnehmen.

Sonneneinwirkung (auch Solarium!) sollten Sie für ca. 3-6 Wochen nach der Lasertherapie meiden, um Pigmentstörungen zu verhindern. Sollte das nicht möglich sein, sollten Sie eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 25) auftragen oder bei kleinen Arealen ein Pflaster aufkleben.

Kann ich nach einigen Jahren eine Lidstraffung mit dem Laser wiederholen?

Eine Lidstraffung mit dem Laser können Sie grundsätzlich wiederholen. Der natürliche Alterungsprozess und die Schwerkraft, insbesondere die Erschlaffung der Augenbrauen, können das Operationsergebnis nach mehreren Jahren wieder verschlechtern. Ein erfahrener Chirurg muss in jedem Einzelfall abwägen, ob ein erneuter Eingriff sinnvoll ist.

Für Sie ist es wichtig zu wissen, dass bei einer erneuten Lidstraffung eine zusätzliche und stärkere Vernarbung entstehen kann.

Wieviel kostet eine Lidstraffung mit dem Laser und gibt es eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse?

Die Preise unterscheiden sich, je nach Umfang und Technik der Operation und Narkoseart. Bitte informieren Sie sich unter der Rubrik Preisliste.
In der Regel unterscheiden sich die Preise nur geringfügig von den Preisen der konventionellen Lidstraffung, also der Lidstraffung mit Skalpell.

Wenn Sie unter besonders ausgeprägten, schweren und in die Augen absackenden Hautüberschüssen leiden und dadurch eine Einengung und Einschränkung Ihres Gesichtsfeldes verursacht wird, kann die Krankenkasse die Kosten einer operativen Augenbrauenanhebung und ggf. Lidplastik übernehmen. Dazu sind eine gesonderte Untersuchung und ein Attest von ihrem Augenarzt erforderlich.

Eine Lidstraffung mit dem Laser, also eine spezielle Form der Lidstraffung, ist jedoch keine Leistung der Krankenkassen und wird somit auch nicht erstattet.

Kann ich mir vorab mit Vorher/Nachher-Bildern einen optischen Eindruck verschaffen, um mir eine eigene Meinung zu bilden

In Deutschland ist es nicht zulässig, in öffentlichen Medien Vorher/Nachher-Aufnahmen von Patienten zu zeigen.

In meiner Praxis gebe ich Ihnen jedoch gerne optische Eindrücke der von mir behandelten Patienten, so dass Sie sich persönlich ein Bild über die Möglichkeiten der Lidstraffung mit Laser machen können.

Bei einem persönlichen Gespräch können wir gemeinsam die Operationsmethode besprechen. Ich kann Ihnen die Ergebnisse der Operation an Hand der Bilder von anderen Patienten zeigen und auf alle Ihre Fragen eingehen.