Brustverkleinerung mit I-Schnitt (Le Jour)/mit O-Schnitt (Benneli)

Allgemein

Die notwendigen Informationen zur Brustverkleinerung finden Sie im Kapitel: „allgemeinen Informationen: Brustverkleinerung“. Hier gebe ich Ihnen gerne Auskunft speziell über I- Schnitt und O- Schnittverfahren.

Eine Brustverkleinerung mit I-Schnitt (Le Jour)/mit O-Schnitt (Benneli) – warum?

Bei dem I- Schnittverfahren habe ich die Möglichkeit ohne die lange Narbe in der Brustumschlagfalte Ihre Brust soweit zu verkleinern, sodass eine schöne runde Brustform entsteht. Die Schnittführung und die Narbe bleiben im Bereich des Warzenhofes, von dort senkrecht nach unten bis zur Umschlagfalte, selten geht die Narbe über diese Falte nach unten in sichtbaren Bereich. Die Umschlagfalte an sich bleibt ohne Narbe.

Beim O- Schnittverfahren wird ausschließlich die Narbe um Warzenvorhof gelegt.

Was sind die Voraussetzungen für eine Brustverkleinerung mit I-Schnitt (Le Jour)/mit O-Schnitt (Benneli) und wann ist der richtige Zeitpunkt?

Für dieses Verfahren gibt keine besonderen Voraussetzungen. Bitte entnehmen Sie dem Kapitel „allgemeinen Informationen: Brustverkleinerung“, die notwendigen Informationen.

Welche Vorteile habe ich durch eine Brustverkleinerung mit I-Schnitt (Le Jour)/mit O-Schnitt (Benneli)?

Neben den allgemeinen Vorteilen einer Brustverkleinerung , ist das Vorteil eines I- oder O-Schnittverfahrens die fehlende Narbenbildung im Bereich der Umschlagfalte.

Bei geeigneten Kandidaten können gute Resultate erzielt werden.

Was geschieht bei einer Brustverkleinerung mit I-Schnitt (Le Jour) und mit O-Schnitt (Benneli)?

Brustverkleinerung mit I-Schnitt (nach Le Jour)

Bei der Brustverkleinerung nach Le Jour (benannt nach der belgischen Brustchirurgin Madeleine Le Jour) setze ich die Schnittführung rund um den Warzenhof und von dort senkrecht nach unten bis zur Brustfalte; der waagerechte Schnitt in der Brustumschlagfalte wird nicht durchgeführt. Dadurch kann die Narbe deutlich kürzer und unauffälliger gestaltet werden. Da kein horizontaler Schnitt angelegt wird, erhält die spätere Narbe die Form des Buchstabens „I“. Diese Methode wird dementsprechend „narbensparende Technik“, „I- Schnitt“ oder auch „Vertikalmethode“ genannt.

Auch durch diese Methode gewinnt man einen guten Zugang zum Brustgewebe. Nach der Entfernung des überschüssigen Brustdrüsen-, Fett- und Hautgewebes wird die übriggebliebene Haut unterhalb der Brustwarze, ähnlich einem Vorhang, plissiert. Die plissierte Haut wird angeregt, sich in der postoperativen Heilungsphase langsam, aber stetig, zusammenzuziehen und von selbst zu schrumpfen. Das kann – je nach Elastizität und Beschaffung der Haut – lange dauern.

Während dieser Zeit kann die Haut mitunter sehr wellig, gefaltet und/oder zerknittert aussehen. Ich empfehle daher, die Haut zu tapen. Ich kläre meine Patientinnen natürlich immer im Vorfeld darüber auf, dass es sehr lange dauern kann, bis die Brust die gewünschte Form erreicht hat und die Narben sich geglättet haben.

Eine Narbenkorrektur kann zur Optimierung der Narbe ggf. später durchgeführt werden.

Damit wird durch diese Methode ebenfalls eine sehr gute Brustverkleinerung und Bruststraffung erzielt.

Der Nachteil dieser Technik liegt darin, dass, aufgrund der Schnittführung, bei extrem großen Brüsten unter Umständen – im Besonderen an den seitlichen Brustanteilen – nicht genügend Gewebe entfernt werden kann. Bei vorgeschädigter, überdehnter Haut, kann der Schrumpfungsprozess der Haut hinter den Erwartungen zurückbleiben und die Haut auch nach dem Abschluss der Heilung faltig bleiben. In solchen Fällen empfehle ich eine Narbenkorrektur mit Entfernung der überschüssigen Haut.

Unter dem Punkt Brustverkleinerung finden Sie nähere Informationen darüber, wie das überschüssige Gewebe entfernt und die Brust neu geformt wird. Die Fähigkeit zum Stillen ist in der Regel nach der Methode nicht beeinträchtigt, kann jedoch auftreten.

Brustverkleinerung mit O-Schnitt (nach Benelli)

Die Brustverkleinerung mit der „O-Methode“ oder „nach Benelli“ zeichnet sich dadurch aus, dass kaum Narben entstehen. Ich lege die Schnittführung lediglich rund um den Brustwarzenhof an. Es erfolgt keine senkrechte Schnittführung und auch keine Schnittführung in der Umschlagsfalte.

Diese Methode hinterlässt nur eine runde Narbe um den Brustwarzenhof. Bei Frauen, die eine starke Neigung zur Narbenbildung und schlechte Wundheilung haben, bevorzuge ich diese Methode, sofern es sich um geringe Mengen von Brustgewebe handelt, die entfernt werden müssen.

Die Methode eignet sich nicht für ausgedehnte Brustverkleinerungen; ich kann über den Schnitt nur vergleichsweise geringe Mengen Brustgewebe entfernen. Ein anderer Nachteil dieser Methode ist, dass die Brüste nach der Verkleinerung und der Straffung eher flacher aussehen und an Umfang verlieren.