Brustverkleinerung (Mammareduktion)

Allgemeines

Der Bedarf an unabhängigen Informationen zum Thema Brustverkleinerung ist groß. Auch wenn die Informationen auf meiner Homepage kein Beratungsgespräch mit mir oder einem anderen Facharzt für plastische Chirurgie ersetzen können, haben Sie hier die Möglichkeit, sich umfassend und kritisch mit den Möglichkeiten – aber auch den Risiken – die eine Brustverkleinerung mit sich bringt, auseinander zu setzen.

Eine Brustverkleinerung (Mammareduktion) – warum?

Große, erschlaffte Brüste entsprechen in unserer Gesellschaft nicht dem weiblichen Schönheitsideal. Zudem können sie körperlich zu einer schmerzhaften Belastung werden.

Vor allem im Brustbereich sowie in Nacken und Rücken treten Beschwerden auf. Kopfschmerzen, Haltungsschäden, Verspannungen und auch Hautreizungen sind die Folge.

Außerdem können auch psychische Probleme damit einhergehen. Das Körperbewusstsein einer Frau kann durch übergroße, hängende Brüste stark beeinträchtigt werden. Oftmals sind Einschränkungen ihrer körperlichen und sexuellen Aktivität die Folge.

Bei vielen Frauen ist die zu große Brust schlicht durch genetische Veranlagung bedingt. Bei manchen bleibt die große Brust aufgrund einer Schwangerschaft und nach abgeschlossener Stillperiode bestehen, während es bei anderen zu einer Rückbildung der Brustdrüse kommen kann. Auch die Einnahme der Anti-Baby-Pille kann zu einer Überentwicklung der Brüste führen.

Eine Brustverkleinerung (Mammareduktionsplastik) kann in diesen Fällen ein Segen sein. Dabei verkleinere ich die zu große Brust und gleiche Größe der Brüste so weit wie möglich an. Sie als Patientin erhalten ein neues Lebensgefühl.

Was sind die Voraussetzungen für eine Brustverkleinerung (Mammareduktion) und wann ist der richtige Zeitpunkt?

Die erste wichtige Voraussetzung für eine Brustverkleinerung ist, dass Sie körperlich vollständig gesund sind und gute Blutwerte aufweisen. Prinzipiell kann die Operation in jedem Alter durchgeführt werden. Grundsätzlich gilt jedoch, dass Ihr Körperwachstum abgeschlossen und Ihre Brüste voll entwickelt sein müssen.

Ich empfehle, dass Sie Ihre Familienplanung abschließen, bevor Sie diesen Schritt erwägen.

Welche Vorteile habe ich durch eine Brustverkleinerung (Mammareduktion)?

Bei einer Verkleinerung der Brust und einer gleichzeitigen Bruststraffung entferne ich das Fettgewebe sowie Teile der Brustdrüse und den Hautüberschuss und gebe Ihrer Brust wieder eine attraktive Form. Dabei kommen dieselben narbensparenden Techniken zum Einsatz, die ich auch bei der reinen Bruststraffung verwende.

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass ich mit einer Brustverkleinerung und Bruststraffung sowohl die Größe als auch die Form Ihrer Brüste dauerhaft verändere, sich jedoch im Laufe der Jahre der natürliche Alterungsprozess, Gewichtsveränderungen und die Schwerkraft wieder auf die Form Ihrer Brüste auswirken wird.

Eine präzise Operationsplanung ist notwendig, um ein für Sie perfektes Ergebnis zu erzielen.

Bevor Sie sich für eine Brustverkleinerung entscheiden, sollten wir ausführlich mit Einander sprechen. Wir klären gemeinsam, welche Ergebnisse bei Ihren körperlichen Voraussetzungen zu erwarten sind. Zeigen Sie mir anhand von Fotos, welche Veränderungen Sie sich von der Operation erhoffen. Gerne können Sie sich auch im Gespräch mit Patientinnen, die bereits von mir operiert wurden, über deren Erfahrungen austauschen. Es ist das alleinige Ziel des Eingriffs, dass Sie sich anschließend wohler und zufrieden fühlen.

Wie bereite ich mich auf eine Brustverkleinerung (Mammareduktion) vor?

  • Bevor ich eine Brustverkleinerung durchführe, finden immer zwei oder auch mehrere Aufklärungsgespräche statt. Dabei erörtern wir gemeinsam, welche Ergebnisse unter Berücksichtigung Ihrer körperlichen Voraussetzung und Ihrer persönlichen Vorstellung erzielt werden können.
  • Eventuell bestehendes Übergewicht sollten Sie schon vor der Operation durch Diät und Sport reduzieren, da eine Gewichtsabnahme nach der Brustverkleinerung zu einer erneuten Erschlaffung des Brustgewebes führen kann.
  • Bedenken Sie bei Ihrer Entscheidung auch, dass es z. B. nach einer Schwangerschaft erneut zu einer Veränderung der Brustform kommen kann. Zudem kann die Fähigkeit zu Stillen durch die Operation beeinträchtigt werden.
  • Im Aufklärungsgespräch werde ich die Möglichkeiten der Schnittführung und die entstehenden Narben genau mit Ihnen besprechen und auch auf Ihrer Haut skizzieren.
  • Bitte denken Sie im Aufklärungsgespräch auch daran, mir mitzuteilen, ob und welche Medikamente Sie bis zur Operation weiterhin einnehmen müssen. Medikamente, die die Blutgerinnung verzögern, müssen Sie unter Überwachung Ihres behandelnden Hausarztes in der Regel 14 Tage vor der Operation absetzen.
  • Zu den gerinnungshemmenden Substanzen gehören einige Schmerzmittel, u.a. ASPIRIN (ASS) oder Vitamin E. Diese sollten Sie spätestens fünf Tage vor der Operation absetzen, da die blutverdünnende Wirkung die Blutgerinnung verzögert und Nachblutungen verursachen kann.
  • Auch auf hormonhaltige Medikamente wie Östrogenpräparate oder die Anti-Baby-Pille sollten Sie verzichten. Diese Medikamente sollten Sie ebenfalls unter Überwachung Ihres behandelnden Arztes vor der Operation absetzen.
  • Leiden Sie unter Allergien, z. B. gegen Medikamente oder Pflegemittel (auch Desinfektionsmittel oder Pflaster), oder sind bei Ihnen andere Krankheiten bekannt, teilen Sie mir dies bitte mit.
  • Neigen Sie zu blauen Flecken oder anhaltenden Blutungen nach kleinen Verletzungen, muss ich vor der Operation eine Gerinnungsstörung ausschließen können.
  • Nikotinkonsum kann zu Durchblutungsstörungen führen. In Kombination mit Medikamenten zur Empfängnisverhütung (Anti-Baby-Pille) steigt das Risiko von Blutgerinnseln stark an. Verzichten Sie daher so früh wie möglich – mindestens vier Wochen vor dem Eingriff – und während der Wundheilung auf Nikotin.
  • Ich empfehle Ihnen, eine Mammografie und eine Ultraschalluntersuchung durchführen zu lassen, um schon vor der Operation Brustveränderungen zu dokumentieren. Dies ist aber nur eine Option und nicht zwingend erforderlich.
  • Voruntersuchungen (in der Regel Elektrokardiogramm und Blutuntersuchung) können Sie von Ihrem Hausarzt durchführen lassen.
  • Der Anästhesist bespricht im Vorfeld die Narkose mit Ihnen. Er überwacht Sie während der gesamten Operation.
  • Bei der Planung des Operationstermins sollten Sie sowohl die beruflichen Folgen als auch die Nachbehandlungszeit einkalkulieren. Den Eingriff führe ich in der Regel stationär unter Vollnarkose durch. Anschließend müssen Sie mit einem Klinikaufenthalt von drei bis fünf Tagen – bei Bedarf auch länger – rechnen.
  • Vermeiden Sie am Tag und am Abend vor der Operation den Konsum von Alkohol. Am OP-Tag müssen Sie nüchtern sein. Ihre Medikamente können Sie ggf. nach Rücksprache mit etwas Wasser einnehmen.

Was geschieht bei einer Brustverkleinerung (Mammareduktion)?

Die in der Literatur beschriebenen Operationsmethoden sind zahlreich. Die Operationstechniken und die ideale Schnittführung variieren stark und sind von Ihren körperlichen Voraussetzungen, von der Größe und Beschaffenheit Ihrer Brüste, Ihren individuellen Vorstellungen und Ihren Wünschen abhängig.

Manche Operateure entfernen den unteren Brustbereich, andere den oberen oder die beiden seitlichen Anteile. Gemeinsames Ziel ist eine Verkleinerung, Straffung und Formung hin zu kleineren, leichteren, festeren und schöneren Brüsten.

Eine vollumfängliche Brustverkleinerung ausschließlich durch eine Fettabsaugung ist nur in seltenen Fällen möglich, weil ich durch die Liposuktion nur das überschüssige Fett entfernen kann, die Brustdrüse jedoch übrigbleibt.

Trotz allem kann eine Fettabsaugung in Zusammenhang mit einer Brustverkleinerung durch Schnittführung gute Resultate insbesondere bei großen breiten Brüsten erzielen.

Bei der Operation entferne ich das überschüssige Haut-, Fett- und Brustgewebe. Das restliche Gewebe verlagere ich nach oben und befestige es dort mit Nähten an der Muskelhaut. So kann ich eine neue Brust formen.
Warzenvorhof und Brustwarze versetze ich in den meisten Fällen inklusive der zugehörigen Nerven und Blutgefäße. Dadurch wird gewährleistet, dass Sie auch nach dem Eingriff in der Regel weitgehend normal empfinden und meist sogar Ihre Fähigkeit zum Stillen behalten.

Vor dem eigentlichen Eingriff skizziere ich zunächst die geplanten Schnitte und die zukünftige Position der Brustwarze auf Ihrer Haut. Ihr Brustbereich wird desinfiziert und abgedeckt.

Die Schnittführung verläuft in der Regel rund um den Warzenhof und von dessen unterem Rand zur unteren Brustfalte. Bei besonders großen oder stark erschlafften Brüsten verläuft der Schnitt zusätzlich waagerecht entlang der natürlichen Brustfalte zur Seite (L-Schnitt); teilweise ist ein weiterer Schnitt nach innen (T-Schnitt) nötig. Die verschiedenen Schnittführungen beeinflussen die spätere Narbenbildung.

Bei der Neuformung Ihrer Brust bringe ich die Brustwarze samt Nerven und Blutgefäße in eine neue Position und verkleinere sie bei Bedarf.

Anschließend entferne ich überschüssiges Fett- und Drüsengewebe der unteren Brust. Den verbleibenden Drüsenkörper forme ich neu und verlagere ihn nach oben. Dort befestige ich ihn einerseits mit versenkten Nähten am Muskel, andererseits durch die Hautstraffung.

Die Wunde verschließe ich mit feinsten Fäden unter der Haut. Drainagen sorgen anschließend für den ungehinderten Abfluss von Blut und Gewebeflüssigkeit. Ein Stütz-BH und ein straff sitzender Verband stabilisieren das Ergebnis.

Bei extrem riesengroßen Brüsten (Gigantomastie) ist es manchmal notwendig, dass ich die Brustwarze komplett ablöse und sie dadurch von den sie versorgenden Gefäßen abtrenne. Bei der anschließenden Neuverpflanzung wird daher die Fähigkeit zu Stillen nicht erhalten bleiben und es kommt zu Sensibilitätsstörungen (Taubheit der Brustwarze). Diese OP-Methode wende ich aber nur sehr selten an.

Je nach Ausmaß dauert der Eingriff etwa zweieinhalb bis fünf Stunden, selten auch länger.

Welche Brustverkleinerungsmethoden gibt es und muss ich sichtbare Narben befürchten?

Vier verschieden Schnittführungen stehen zur Auswahl. Die Schnittführung hat mit den entfernten Brustarealen nichts zu tun. Je nachdem welches Verfahren ich zur Entfernung des Brustgewebes vornehme, kann es zu folgenden verschiedenen Narbenführungen kommen:

  • Vertikale Narbe (narbensparende Methode nach Le Jour)
    Bei dieser Methode setze ich den Schnitt nur um den Warzenhof herum und anschließend senkrecht nach unten bis zur Brustumschlagsfalte. Dadurch kann ich die Narbe deutlich kürzer und unauffälliger halten.
  • Umgekehrte T-Narbe (nach Strömbeck-Methode)
    Bei dieser Methode erfolgt der Schnitt rund um den Warzenhof und von dort senkrecht nach unten bis zur Brustfalte. Dort endet er rechts und links durch einen waagerechten Schnitt in der Brustumschlagsfalte.
  • Die L-Methode
    Bei dieser Methode ist die Schnittführung analog zur klassischen T-Schnitt-Technik. Auch hier erfolgt zuerst der Schnitt um den Warzenhof und anschließend senkrecht nach unten. Doch im Gegensatz zur T-Methode setze ich den Schnitt nicht nach beiden Seiten, sondern nur horizontal in Richtung Ihres Armes (zur Seite) fort. Damit fällt der Hautschnitt kleiner aus und zeigt sich in einer L-förmigen Narbe.
  • Kreisförmige Narbe (narbenminimierende Methode nach Benneli)
    Bei dieser Methode erfolgt der Schnitt lediglich kreisförmig um den Warzenhof (daher wird sie auch O-Methode genannt). Durch diese Öffnung kann ich überschüssiges Haut- und Brustgewebe entnehmen. Anschließend ziehe ich die Haut rund um die Brustwarze zusammen und plissiere sie. Diese Methode eignet sich besonders gut, wenn ich nur kleine Mengen an Brustgewebe entfernen möchte.

Welche Komplikationen können bei einer Brustverkleinerung (Mammareduktion) auftreten?

Keine Operation ist ohne Risiko. Die Risiken einer Brustverkleinerung sind vergleichsweise gering, vorausgesetzt, die Operation wird von einer/einem qualifizierten plastischen Chirurgin/Chirurgen mit genügend Erfahrung vorgenommen. Trotz größter Sorgfalt können – wie bei jedem chirurgischen Eingriff – während oder nach der Operation vereinzelt Komplikationen auftreten.

Die unten aufgeführte Liste ist nicht vollständig und stellt eine kurze Zusammenfassung dar. Diese Liste soll Sie nicht abschrecken, dennoch gehört zu einer seriösen Aufklärung immer auch eine ausführliche Besprechung der möglichen Komplikationen dazu.

  • Schwellungen und Blutergüsse heilen meist innerhalb weniger Tage ab. Sie erhalten vorbeugend von mir Auriderm- Gel. Wundheilungsstörungen und Infektionen, die zu einem Auseinanderdriften der Naht führen, sind eher selten. Sie erhalten vorbeugend Antibiotika.
  • Eine Taubheit der Brusthaut und Brustwarze tritt selten auf, bei großer Gewichtsreduktion von mehr als 500 g pro Seite ist ein Sensibilitätsverlust an der Brustwarze nicht ausgeschlossen. Meist kehrt das Gefühl im Heilungsprozess wieder zurück.
  • Weil die Brustwarzen während der Operation zusammen mit Nerven und Blutgefäßen versetzt werden, bleibt die Fähigkeit zum Stillen nach einer Bruststraffungsoperation meistens erhalten.
  • Durch den postoperativen Heilungsprozess kann es durch Veränderungen der betroffenen Haut- und Geweberegionen zu leichten Unterschieden der Brustform kommen. Derartige Veränderungen kann ich durch einen weiteren kleinen Eingriff unter örtlichen Betaübung korrigieren.
  • In sehr seltenen Fällen können Durchblutungsstörungen dazu führen, dass das Gewebe (auch im Bereich der Brustwarzen) abgestoßen wird. In diesem Fall muss ich mit einem erneuten Eingriff das betroffene Gewebe durch körpereigene Hautverpflanzung ersetzen.
  • Die Ausprägung von Narben ist von Patient zu Patient anlagebedingt verschieden. Bei entsprechender Veranlagung können wulstige, dicke, verfärbte und schmerzhafte Narben (Keloid) entstehen. Solche Narben erfordern vereinzelt einen Korrektureingriff.
  • Blutgerinnsel (Thromben) sind selten, Rauchen und die Einnahme der Anti-Baby-Pille (Kontrazeptiva) sind Faktoren, die die Bildung von Thromben begünstigen. Sie erhalten zur Vorbeugung einer Thrombose von mir geeignete Medikamente, die Ihnen am Operationstag und während der stationären Behandlung täglich verabreicht werden.
  • Überempfindlichkeitsreaktionen auf Betäubungsmittel oder Medikamente können Brechreiz, Juckreiz oder Hautausschlag auslösen.

Welche Narkose erhalte ich bei einer Brustverkleinerung (Mammareduktion) und wie lange dauert der Klinikaufenthalt?

Ich führe den Eingriff immer unter Vollnarkose und stationär durch. Nach der Operation bleiben Sie 1-3 Tage in der medizinischen Einrichtung. Ich empfehle, die notwendigen Voruntersuchungen von Ihrem Hausarzt durchführen zu lassen. Vor der Operation wird außerdem eine Aufklärung durch den Narkosearzt vorgenommen. Dabei haben Sie Gelegenheit, alle Ihre Fragen zur Narkose mit dem Anästhesisten zu besprechen.

Was muss ich nach der Brustverkleinerung (Mammareduktion) beachten?

  • Nach der Operation wird Ihre Brustregion nicht gekühlt, um die Durchblutung der Warzenregion nicht zu gefährden. Die Schwellungen und oberflächlichen Blutergüsse (blauen Flecken), bilden sich im Laufe von mehreren Tagen und Wochen wieder zurück.
  • Drainagen werden in der Regel am Folgetag ohne Sog entfernt. Die Hautfäden sind meistens selbstauflösend.
  • Unmittelbar nach der Brust-OP wird die Brust für ein paar Tage spannen und manchmal auch schmerzen. Die Schmerzen sind meist gering und können mit Medikamenten gut behandelt werden. Einige Stunden nach der Operation sollten Sie aufstehen, um das Risiko der Blutgerinnsel- Bildung zu reduzieren.
  • Die Berührungsempfindlichkeit Ihrer Brustwarzen kann nach dem Eingriff zunächst vermehrt oder beeinträchtigt sein, es kann einige Zeit dauern, bis Sie wieder normal empfinden.
  • Nach wenigen Tagen können Sie wieder wie gewohnt duschen und mit der Hautpflege beginnen.
  • Bei Rötung, Schmerz oder Wundnässe sollten Sie mich kontaktieren.
  • Während der ersten Wochen sollten Sie die Oberarme sehr vorsichtig bewegen. Zudem ist es wichtig, dass Sie keinesfalls auf dem Bauch, sondern in Rückenlage schlafen, um die innere Wundheilung nicht zu stören.
  • Ihre volle Arbeitsfähigkeit ist, in Abhängigkeit von Ihrer Tätigkeit und dem Umfang der Operation, erst ab 3 Wochen wiederhergestellt.
  • In den ersten drei Monaten empfehle ich, das Ergebnis der Operation rund um die Uhr durch einen Stütz-BH zu stabilisieren. Dieser sollte optimal sitzen, Ihre Brust stützen und Sie nicht einengen. Der gleichmäßige Druck des BHs wirkt einer überschießenden Narbenbildung entgegen. Büstenhalter, die die Brust stark heben (z. B. Wonderbra), sollten Sie während der ersten sechs Monate meiden.
  • Um die Brust vor Stresssituationen zu schützen, sollten Sie sportliche Aktivitäten möglichst bis zum Abschluss der Wundheilung unterlassen (z. B. Kampfsport, Extremsport, Ballsportarten, Reiten, Joggen). In dieser Zeit sollten Sie und auch Ihr Sexualpartner äußerst behutsam mit Ihren Brüsten umgehen und jede Überbeanspruchung vermeiden. Auch Haushaltsarbeiten müssen vorerst unterlassen werden. Eine vierwöchige bis dreimonatige Ruhezeit hilft dem Körper, die Heilung besser voranzubringen.
  • Zunächst werden die Narben noch gerötet sein, sie verblassen aber innerhalb weniger Monate und passen sich der umliegenden Haut an. Nach abgeschlossener Wundheilung können die Narben mit pflegenden Cremes behandelt werden. Während des folgenden halben Jahres ist eine UV-Bestrahlung der Narben zu verhindern (z.B. bei einem Sonnenbad), da sie sich dadurch bräunlich verfärben können.
  • Nach etwa sechs Monaten bis zu einem Jahr wird Ihre Brust als völlig natürlich empfunden und hat ihre endgültige Form erlangt. Erst dann kann auch das endgültige Ergebnis der Operation beurteilt werden. Die Narben und eventuelle Verhärtungen im Gewebe verbessern sich sogar noch während der folgenden ein bis zwei Jahre, so dass sie schließlich unauffällig – wenn auch nicht unsichtbar – werden.

Kann ich nach einigen Jahren die Brustverkleinerung (Mammareduktion) wiederholen?

ine Brustverkleinerung kann wiederholt werden. Der natürliche Alterungsprozess, Gewichtsveränderungen und die Schwerkraft können das Operationsergebnis nach mehreren Jahren wieder verändern. Wie wägen es gemeinsam ob ein erneuter Eingriff sinnvoll ist. Bevor Sie eine Neue Operation planen, sollte unbedingt das Endergebnis des ersten Eingriffs abgewartet werden.

Wie viel kostet eine Brustverkleinerung (Mammareduktion) und gibt es eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse?

Die Kosten der Operation sind abhängig vom Aufwand und Ihren körperlichen Voraussetzungen (siehe die Rubrik Preisliste).

Wenn besonders große, schwere und/oder asymmetrische Brüste Ihnen gesundheitliche Probleme bereiten, besteht die Möglichkeit, dass die Krankenkasse für die Kosten aufkommt.

In der Regel übernimmt die Kasse die Kosten, wenn eine Gewebeentfernung von 500 g und mehr pro Seite notwendig ist, um die Beschwerden zu lindern. Das muss aber in Relation zu Ihrer Körpergröße und Ihrem Gewicht betrachtet werden. In diesem Fall ist im Vorfeld eine Kostenübernahmeerklärung der Krankenkasse nötig.

Bei einer rein ästhetischen Verkleinerung der Brust, oder in Fällen, in denen geringe Mengen an Brustgewebe entfernt werden sollen, müssen Sie die Kosten selbst tragen.

Kann ich mir vorab mit Vorher/Nachher-Bildern einen optischen Eindruck verschaffen, um mir eine eigene Meinung zu bilden?

In Deutschland ist es nicht zulässig, in öffentlichen Medien Vorher/Nachher-Aufnahmen von Patienten zu zeigen.

In meiner Praxis gebe ich Ihnen jedoch gerne optische Eindrücke der von mir behandelten Patienten, die über die Narbenverläufe, die Brustform und die Brustproportionen nach einer Brustverkleinerung informieren.