Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) mit Implantaten

Allgemein

Der Bedarf für unabhängige Informationen zum Thema Brustvergrößerung ist groß. Auch wenn die Informationen auf meiner Homepage kein Beratungsgespräch mit einem Facharzt für plastische Chirurgie ersetzen können, haben Sie hier die Möglichkeit, sich umfassend und kritisch mit den Möglichkeiten – sowie den Risiken – die eine Brustvergrößerung mit Implantaten mit sich bringen kann, auseinanderzusetzen.

Eine Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) mit Implantaten – warum?

Neben den allgemeinen Ausführungen (siehe Brustvergrößerung) möchte ich gerne hier die Vorteile von Implantaten erläutern.

Brustvergrößerungen mit Implantaten gehören zu den beliebtesten Schönheitsoperationen – mit steigender Tendenz. Wikipedia berichtet, dass bei mehr als 30.000 Frauen jährlich in Deutschland eine Brustvergrößerung mit Implantaten erfolgt. Die Brustvergrößerung wird mit Hilfe von Silikonprothesen oder alternativ durch mit Kochsalz gefüllte Prothesen durchgeführt.

Die Vorteile von Implantaten sind vor allem deren Form- und Größenbeständigkeit. Mit keiner anderen Methode können wir derzeit ein so form- und volumenstabiles sowie beständiges Resultat erzielen.

Die moderne und weiterentwickelte Generation von Silikongel lässt sich sehr gut verarbeiten, ist formbeständig und schwer fließfähig (kohäsiv), so dass auch bei einem äußerst selten vorkommenden Riss an der Implantatkapsel der Silikoninhalt kaum bzw. nicht aus der Kapsel fließt.

Die Form- und Größenvielfalt der Implantate ermöglicht für nahezu jeden Körpertyp und jede Körpergröße eine Auswahl der idealen Implantatform und -größe.

Was sind die Voraussetzungen für eine Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) mit Implantaten und wann ist der richtige Zeitpunkt?

Neben den allgemeinen Voraussetzungen (siehe Brustvergrößerung), sollte keine Allergie gegen Silikon vorliegen. Ich persönlich kenne keinen Fall, bei dem ein Implantat wegen einer Allergie entfernt werden musste.

Welche Vorteile habe ich durch eine Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) mit Implantaten?

Mit einer Brustvergrößerung werden Größe und Form Ihrer Brüste dauerhaft verändert. Sie können in der Regel bei der Vergrößerung mit Implantaten mit einer vollen und natürlichen Brustform rechnen. Ihr Dekolleté kommt besser zur Geltung und das Ergebnis ist beständig.

Natürlich werden sich im Laufe der Jahre, abhängig von Ihrer individuellen Veranlagung, der natürliche Alterungsprozess, Gewichtsveränderungen und die Schwerkraft auf die Form Ihrer Brüste auswirken.
Also im 50 Lebensjahr sehen Ihre Brüste doch etwas Anderes aus als im 30 oder im 40 Lebensjahr. Eine präzise Operationsplanung ist daher notwendig, um ein „perfektes“ Ergebnis zu ermöglichen.

Der Vorteil der Brustvergrößerung mit Implantaten gegenüber zur Brustvergrößerung mit Eigenfett ist, dass bei Implantaten in der Regel in EINER Operation das gewünschte Volumen erzielt werden kann, während bei Brustvergrößerung mit Eigenfett, in der Regel 2-3-Fach Eigenfett angebracht werden muss, um allenfalls Ihre Brüste um ein Körbchen zu vergrößern.

Bevor Sie sich für eine Brustvergrößerung mit Implantaten entschließen, sollten Sie sich ausführlich von mir oder von Ihrem Vertrauensarzt/In beraten lassen. Wir klären gemeinsam, welche Ergebnisse bei Ihren körperlichen Voraussetzungen zu erwarten sind.

Zeigen Sie anhand von Fotos, welche Veränderungen Sie sich von der Operation erhoffen. Gerne können Sie sich auch im Gespräch mit Patientinnen, die bereits von mir operiert wurden, über deren Erfahrungen austauschen. Es ist das alleinige Ziel des Eingriffs, dass Sie sich anschließend wohler und zufrieden fühlen.

Wie bereite ich mich auf eine Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) mit Implantaten vor?

Neben den wichtigsten Punkten, die bereits unter dem allgemeinen Kapitel Brustvergrößerung behandelt wurden, sind bei einer Brustvergrößerung mit Implantaten noch folgende Punkte wichtig:

  • In einem ausführlichen Beratungsgespräch werde ich, nach der Untersuchung ihrer Brüste, verschiedene „Sizer“ anprobieren. Bei diesen Sizern handelt es sich um „Probe-Attrappen“, die eingesetzt werden, um die verschiedenen Größen der Implantate nachzuahmen. Wir probieren gemeinsam unterschiedlicher Probe-Sizer bis die passende Implantat-Größe gefunden wurde.
  • Sie haben die Möglichkeit, diese Sizer mit nach Hause zu nehmen um die auszuprobieren. Indem Sie sie Tag und Nacht tragen, können Sie die Größe und das Gewicht des späteren Implantates kennenlernen. Beim nächsten Beratungstermin können sie einen kleineren oder größeren Sizer zur Probe mitnehmen. Sie dürfen die Sizer solange mitnehmen und zurückbringen bis Sie sich 100% sicher sind, welche Implantat-Größe Ihnen passt. Ich begleite Sie und berate Sie in allen Schritten
  • Sie können bei mir auch verschiedene Prothesenformen und Prothesenmaterialien kennenlernen und Probesizer testen. Vor allem können Sie sich anhand von Bildern bereits operierter Patientinnen ein eigenes Urteil bilden. Anschließend besprechen wir dann gemeinsam, welches ästhetische Ergebnis ich mit einer Vergrößerung und ggf. Straffung Ihrer Brust erreichen kann.
  • An Hand eines 3- D- Simulationsprogramms können wir zusammen Ihre Brustvergrößerung mit dem entsprechendem Sizer simulieren und sehen wie das Endergebnis nach der Operation aussehen könnte.
  • Ich erkläre Ihnen die unterschiedlichen Schnittführungen genau und zeichne Ihnen auf Ihrem Körper. Gemeinsam wählen wir das passende Implantat aus.
  • Gerne biete ich Ihnen die Möglichkeit eines ungestörten Gesprächs mit Patientinnen, die diese Operation bereits von mir haben durchführen lassen. Dabei können Sie alle Ihre Fragen stellen und aus erster Hand erfahren, welche Erfahrungen meine bisherigen Patientinnen gemacht haben.

Was geschieht bei einer Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) mit Implantaten?

Um das gewünschte Volumen zu erzielen, setze ich bei einer Brustvergrößerung moderne Implantate ein, die ein weiches und sehr natürliches Körpergefühl erzeugen. Um diese Implantate in die Brust einzusetzen, ist ein etwa 4 -6 cm langer Hautschnitt (je nach Größe des Implantates) erforderlich, den ich an unterschiedlichen Stellen setzen kann. Prinzipiell stehen mir folgende Zugangswege zur Verfügung:

  • über die Achselhöhle (transaxilärer Zugang)
  • über die Brustumschlagfalte (inframammärer Zugang)
  • über den Warzenhof (transareolärer Zugang)

Ich bevorzuge in aller Regel den Zugang über die Brustumschlagfalte oder den Warzenhof. Durch den Einschnitt wird für das Implantat eine so genannte „Tasche“ präpariert, die unter oder über der Brustmuskulatur liegt. Je nach individueller Voraussetzung, körperlicher Beschaffenheit und Ihrem Wunsch entscheide ich gemeinsam mit Ihnen, wo ich die Implantate einsetze. Sowohl für die Einsetzung unter als auch auf dem Brustmuskel gibt es Vorteile und Nachteile.

Welche Brustvergrößerungsmethoden gibt es und muss ich sichtbare Narben befürchten?

Die Fachliteratur unterscheidet unterschiedliche operative Zugänge bei einer Brustvergrößerung, die im Folgenden einzeln besprochen werden. Ein Sonderfall stellt die Brustvergrößerung mit einer gleichzeitigen Straffung dar.

1. Inframammär (durch die Brustumschlagsfalte, auch Unterbrustfalte genannt)

Der Zugang durch die Brustumschlagfalte wird von den meisten Brustoperateuren statistisch gesehen am häufigsten ausgeführt. Durch einen Schnitt an der Unterbrustfalte kann ich das Implantat über oder unter den Brustmuskel platzieren. Der inframammäre Zugang ist technisch einfach, übersichtlich und bietet die besten Voraussetzungen hinsichtlich des Einführens auch größerer Implantate, der Blutstillung und der exakten Implantatpositionierung.

Bei leichtem, natürlichem Überhängen der Brust über die Umschlagfalte ist der Schnitt im Stehen nicht sichtbar und ist nach der Abheilungsphase in der Regel nur noch im Liegen als dünne Linie in der Umschlagfalte erkennbar.

Für eine optimale Heilung verwende ich eine spezielle Nahttechnik (die „deep dermal rim suture“) und empfehle für den kleinen Schnitt über mehrere Monate spezielle Nahtpflaster (z. B. Micropore ©).

2. Transaxillär (durch die Achselhöhle)

Dieser Zugang hat den Vorteil einer narbenfreien Brust und kann nach einer Abheilungsphase zu einer fast unsichtbaren Operationsnarbe in der Achselhöhle führen. Ich wähle ihn gerne bei relativ kleinem Implantatvolumen, bei runden Implantaten, bei glatter Implantatsoberfläche und/oder bei auffüllbaren Kochsalzimplantaten.

Das Einführen größere Implantate mit rauer (texturierter) Oberfläche – mit schnittfester, auslaufsicherer Silikonfüllung (Kohäsivgel-Implantate) – und die exakte Positionierung der tropfenförmigen, anatomischen Brustimplantate in vertikaler Ausrichtung über den Achselhöhlenschnitt ist schwierig, daher ist dieser Zugang nicht für alle Implantate geeignet.

Wenn ich die Brustvergrößerung endoskopisch vornehme, existiert ein kleiner Zugang, durch den ich ein schönes, anatomisches (tropfenförmiges) Implantat mit texturierter Oberfläche einsetzen kann. Diese Implantate lassen sich durch den Zugang durch die Achselhöhle in der Regel nicht gut positionieren. Daher empfehle ich für diesen Zugang eher runde glattflächige Implantate, wobei diese Implantate wiederum nicht gut genug sind, um meinen und Ihren ästhetischen Ansprüchen zu genügen.

Weil anatomische, texturierte Implantate sehr natürlich aussehen und den oberen Brustpol schön auffüllen, verwende ich diese sehr gerne. Die Texturierung auf der Implantatoberfläche dient in der Regel dazu, die Kapselfibrosenbildung zu reduzieren.

Aufgrund der Schweißdrüsen und der Haare in der Achselhöhle sowie deren natürlicher bakterielle Besiedlung, wird immer wieder über ein höheres Infektionsrisiko bei diesem Zugangsweg diskutiert. Die Infektion mit Hautkeimen kann schleichend und von außen unauffällig vonstattengehen, kann aber eine Kapselfibrose verursachen oder fördern. Falls Sie den transaxillären Zugang wünschen, empfehle ich, drei Tage vor der Operation eine Haarentfernung (Epilation) in der Achselhöhle und eine antiseptische Vorbehandlung mit keimreduzierenden Waschlösungen durchzuführen.

3. Infraareolär (unterer Brustwarzenhofrandschnitt)

Hier lege ich den Schnitt entlang des unteren Warzenhofrandes zwischen 3 und 9 Uhr. Schnittführungen am Warzenhofrand sind die häufigsten Zugänge zur Entnahme von Gewebeproben (Mamma-PE, Biopsie) aus der Brust zur feingeweblichen Untersuchung. Der Farbkontrast zwischen pigmentiertem Warzenhof und der Brusthaut kann den Schnitt kaschieren, sodass in der Regel ein kosmetisch schönes Narbenbild erzielt werden kann.

Bei leichter Ptose (leichtem Durchhängen) der Brust ist dieser Zugang aber deutlicher sichtbar als der Schnitt in der Umschlagfalte; insbesonders dann, wenn er mit ästhetisch unbefriedigender Narbenqualität abheilt.

Ein anderer Nachteil ist, dass ich durch die Brustdrüse hindurch, also „transmammär“, durchpräparieren und operieren muss. Dies kann, wie jeder transmammäre Zugang, zur inneren Narbenbildung führen und die Aussagekraft der Mammographie beeinträchtigen.

Den infraareolären Zugang wähle ich gerne auf individuellen Wunsch, bei großem, pigmentiertem und unregelmäßigem Warzenhof oder bei Brustvergrößerungen, bei denen aus operationstechnischen Gründen der Schnitt in der Umschlagfalte deutlich sichtbarer wäre. Bei allen operativen Zugängen am Warzenhof kann ich das zentrale Milchgangsystem schonen, so dass die Fähigkeit zu Stillen nach der Operation in aller Regel gewährleistet ist.

4. Transareolär (quer im Brustwarzenhof)

Der transareoläre Zugang ist prinzipiell mit dem unteren Warzenhofrandschnitt vergleichbar, wobei ich hier die Haut quer im Bereich des Warzenhofs einschneide. Haben Sie einen großen pigmentierten Warzenhof mit vielen Talgdrüsen, somit also ein unregelmäßiges Hautrelief, kann dieser Zugang zu ganz hervorragenden Ergebnissen führen. Der Schnitt im Warzenhof ist später häufig kaum noch sichtbar.

Natürlich sind mir, aufgrund des limitierten Zugangs von wenigen Zentimetern, bezogen auf das Implantatvolumen und die Implantatgröße Grenzen gesetzt.

Auch beim Schnitt durch den Warzenhof kann die Fähigkeit zum Stillen voll erhalten bleiben. In der Fachliteratur wird bei diesem Zugang eine höhere Häufigkeit an Infektionen diskutiert, da beim Einführen des Implantates Bakterien, die sich im Milchgangsystem befinden, das Implantat besiedeln können und so eine Infektion begünstigen.

5. Kranioareolär (oberer Brustwarzenhofrandschnitt), +/- Lifting (Straffung)

Hier wähle ich den Zugang zwischen 9 und 3 Uhr am oberen Warzenhofrand. Dieser Schnitt bietet durch die halbmondförmige Hautentfernung die Möglichkeit des Liftings bei zu tief stehenden Brustwarzen oder eines möglichen Ausgleichs unterschiedlicher Höhenstände der Brustwarzen und von Asymmetrien.

Bedingt durch die Hautspannung am oberen Warzenhofrand, insbesondere bei simultanem Lifting, ist bei diesem Zugang die Nachkorrekturrate wegen breiter oder ästhetisch nicht befriedigender Narben höher. Die OP-Technik wird wegen des hörnchenartigen Schnittmusters im Englischen auch als „crescent mastopexy“ bezeichnet.

6. Periareolär (Schnitt um den ganzen Warzenhof)

Insbesondere bei übergroßen, nach Schwangerschaft überdehnten Warzenhöfen wähle ich gerne den periareolären Zugang, da die Brustimplantateinlage zur weiteren Dehnung der Haut und zu einer nochmaligen Vergrößerung der Warzenhöfe führen würde.

Der Zugang über den ganzen Warzenhof bietet auch die Möglichkeit, eine hängende Brust zu korrigieren und die Brustwarzen nach oben an die gewünschte Position zu verlagern. Diese Variante wende ich jedoch nur bei Brüsten mit geringer Erschlaffung an. In der Regel raffe ich die Haut der Brustwarze, um den neuen Umfang zu gestalten.
Eine verlängerte Schnittführung und längere Wundheilungszeit durch die Hautrafftechnik am Warzenhof müssen dabei in Kauf genommen werden, da ich eine ästhetische Balance erreichen möchte.

Durch die plissierende Rafftechnik ist die Rate an Narbennachkorrekturen im Vergleich zu allen anderen Zugangsarten deutlich höher.

Um eine sichtbare Narbe am Warzenhofrand zu vermeiden, kann ich die Verkleinerung des Warzenhofes in ausgewählten Fällen auch nach innen – zur Brustwarze hin – vornehmen. Das bedeutet, dass ich den Schnitt in den Warzenhof lege und die Haut des Warzenhofs dann entferne.

7. Transumbilical (durch den Bauchnabel)

Das Einführen eines Brustimplantates über den Bauchnabel ist nur mit Spezialinstrumenten (Endoskopen) und bei Verwendung von auffüllbaren Kochsalzimplantaten möglich.

Der in den USA entwickelte Eingriff wird in Deutschland selten und nur in speziellen Fällen sowie auf Wunsch durchgeführt. Das Einführen von auslaufsicheren Kohäsivgelimplantaten ist über diesen Zugang fast unmöglich.

Diese Methode verwende ich nur dann, wenn aufblasbare auffüllbare Kochsalzimplantate angewendet werden.

8. Individuell bei bestehenden Narben

Sollten bei Ihnen durch vorausgegangene Brustoperationen oder eine Gewebeprobenentnahme bereits Narben vorhanden sein, kann ich diese gegebenenfalls zum Einführen eines Brustimplantates wiederverwenden. Dadurch können zusätzliche Schnitte vermieden werden.

Sonderfall: Brustvergrößerung und Straffung

Wenn der Hautmantel einen erheblichen Überschuss aufweist, sollte neben einer Vergrößerung auch eine narbensparende Straffung der Brust durchgeführt werden, die das ästhetische Ergebnis wesentlich verbessert. Leider wird dies oft nicht beachtet.

Meist kann ich Brustvergrößerung und Bruststraffung in einer einzigen Operation durchführen. Manchmal ist es aber auch nötig, beide Operationen in entsprechendem zeitlichen Abstand zu planen.

Welche Implantate werden verwendet?

Ich wähle derzeit Silikonimplantate, die entweder in runder oder in anatomischer Form („tropfenförmig“) – in ähnlicher Form wie eine Brust – hergestellt werden und die ich in Abhängigkeit von der Implantatgröße und vom gewünschten Volumen unter Ihren Brustmuskel oder auch vor Ihren Brustmuskel, das heißt direkt unter Ihrer Brustdrüse, lege.

Fabrikate:

Ich benutze Implantate aus europäischer (EU-Zertifikat) oder aus US-amerikanischer (FDA- Zulassung) Produktion, nach Angaben der Hersteller, sogar mit lebenslanger Garantie.

Es sind die besten Implantate, die momentan auf dem Markt erhältlich sind, wie die der Firma Eurosilikon, Nagor, Mentor, Allergan oder Polytech.

Oberfläche:

Die Oberfläche der Implantate unterscheidet sich in glatter oder rauer (texturierter) Oberfläche oder einer Textur aus Schaumstoff (Microthane- Polyurethanbeschichtete Oberfläche).

Form:

Ich setze die beiden im Handel befindlichen Implantatformen ein. Sowohl Implantaten mit anatomischer natürlicher Form, aber auch Implantate mit runder Form. Bei beiden Formen können unterschiedliche Projektionen ausgewählt werden.

Welche Vor- und Nachteile bringt die Lage der Implantate (vor oder hinter dem Brustmuskel)?

Ich kann die Implantate je nach individuellen Gegebenheiten, nach Ihren Gewebevoraussetzungen, Ihren Vorstellungen und Ihren Wünschen vor (auf) oder hinter (unter) Ihren Brustmuskel legen. Bei beiden Techniken bestehen Vor- und Nachteile.

Die Implantate, die ich unter den Brustmuskel einsetze, passen sich oftmals besser den natürlichen Bewegungsabläufen an und zeichnen sich später unter der Haut nicht ab.

Zudem hat die Erfahrung gezeigt, dass auf diese Weise das Risiko einer Implantatverhärtung (Kapselfibrose) minimiert werden kann. Eine Krebsfrüherkennung durch Mammographie kann in der Regel ohne Probleme durchgeführt werden, da das Implantat und die Brustdrüse durch den Brustmuskel eingegrenzt werden; somit kann das Brustgewebe gut beurteilt werden.

Nachfolgend sind einige Vorteile und Nachteile aufgelistet. Die Liste ist nicht vollständig; weitere mögliche Vor- und Nachteile bespreche ich mit Ihnen individuell.

Implantate unter (hinter) dem Brustmuskel:

Vorteile:

  • Die Implantate liegen unter dem Muskel – das führt dazu, dass deren Ränder im unteren wie im oberen Bereich weniger sicht- und fühlbar sind.
  • Da die Implantate durch die Muskeln fixiert werden, treten Fältelungen (sog. „Rippling“) sehr selten auf. Auch die Haut auf dem Implantat faltet sich selten oder gar nicht.
  • Sollte es zur Verhärtung des Implantates (sog. Kapselfibrose), kommen, wäre diese Verhärtung weniger sicht- und fühlbar.
    Selbst bei größeren Implantaten sinkt das Implantat nicht so stark ab, wenn es auf dem Brustmuskel eingesetzt wird (seltener kommt ein „Bottoming out“ vor, d.h. eine Hängebrust mit Implantaten).
  • Das Ergebnis ist ästhetisch ansprechend, da die Implantatkontur auch bei dünner Brusthaut und kleineren Brüsten weniger auffällig bis unsichtbar ist.

Nachteile:

  • Da der Muskel gedehnt und das Implantat unter den Muskel eingesetzt wird, ist in den ersten 2-3 Tagen mit stärkeren Schmerzen zu rechnen, als wenn das Implantat auf den Muskel eingesetzt wird. Ich sorge dafür, dass Sie genügend Schmerzmedikamente erhalten.
  • Der Eingriff ist aufwendiger und erfordert mehr Erfahrung.
  • Da die Implantate unter dem Brustmuskel liegen, kann es beim Anspannen der Brustmuskeln zu sichtbaren Seitwärtsbewegungen der Implantate kommen. Ich empfehle bei Leistungssportlern und bei Frauen, die Bodybuilding machen, die Implantate nicht unter den Brustmuskel zu legen.
  • Es ist durchaus möglich, die Konturierung des Dekolletés ansprechend zu gestalten, aber volle und pralle Brüste, wie bei der Implantatpositionierung auf dem Muskel, sind schwer zu erreichen.
  • Das Dekolleté setzt höher an, weil die Implantate nicht nach unten absinken. Im Verlauf der Zeit ist eine Abweichung der Implantate zur Seite möglich, die zur Dekolletéverbreiterung führt.

Implantate auf (vor) dem Brustmuskel:

Vorteile:

  • Die Implantate liegen auf dem Brustmuskel, was anatomisch gesehen am natürlichsten ist, da die Brüste von Natur aus auf dem Brustmuskel sitzen. So unterstützt diese Lage der Implantate ein natürliches Erscheinungsbild.
  • Ein Effekt von natürlich bis „prall“ ist leicht zu erreichen; die Fülle ist durch die Implantatgröße individuell steuerbar.
  • Die Operation ist weniger schmerzhaft und die Erholungsphase nach der OP ist relativ kurz.
  • Es besteht ein geringeres Risiko, dass das Brustimplantat seine Lage (z.B. beim Sport) verändert.
  • Diese Lage bietet eine ausgeprägtere Konturierung des Dekolletés.
  • Hervorragende Resultate bei der Anhebung von Hängebrüsten sind möglich.

Nachteile:

  • Am oberen Brustkissenbereich kann nur eine ungünstige Implantatabdeckung gewährleistet werden.
  • Sichtbare Implantatränder bringen bei sehr schlanken Frauen ein höheres Risiko eines unnatürlichen Erscheinungsbildes mit sich.
  • Es besteht ein höheres Risiko einer Kapselfibrose. Tritt diese auf, ist sie spürbarer und deutlicher erkennbar als bei einer Positionierung unter dem Brustmuskel.
  • Insbesondere bei größeren Brustkissen gibt es im Lauf der Zeit eine stärkere Tendenz, dass die Implantate durchhängen.
    Bei geringerer Weichteildecke besteht ein höheres Risiko von Faltenbildung (sog. „Rippling“) und Dislokation in Form von Durchsacken (sog. „Bottoming out“).
  • Bei sehr dünner Haut und wenig Brustgewebe muss mit einer Sichtbarkeit der Implantate und deren Ränder gerechnet werden.

Welche Komplikationen können bei einer Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) mit Implantaten auftreten?

Keine Operation ist ohne Risiko. Die Risiken einer Brustvergrößerung mit Implantaten sind vergleichsweise gering, vorausgesetzt, die Operation wird von einer/einem qualifizierten plastischen Chirurgin/Chirurgen mit auseichend Erfahrung vorgenommen. Trotz größter Sorgfalt können – wie bei jedem chirurgischen Eingriff – während oder nach der Operation vereinzelt Komplikationen auftreten.

Die unten aufgeführte Liste ist nicht vollständig und stellt eine kurze Zusammenfassung dar.

  • Durch vermehrte Bildung von Bindegewebe um das Implantat herum kann es zu einer Kapselfibrose kommen. Das heißt, die Kapsel, die sich um das Implantat herum bildet, verdickt, verhärtet und schrumpft, was im Extremfall zu Schmerzen und auch zu einer Verformung der Brust führen kann.
  • Das Implantat kann durchhängen oder sich unter der Brustumschlagsfalte nach unten bewegen („Double Bubble“), manchmal kann die Implantatoberfläche und somit auch die darüber liegende Haut falten werfen, die dann als „Rippling“ bezeichnet werden.
  • Bei zu großen Implantaten, die unter dem Brustmuskel positioniert werden, kann es bei Muskelbewegung zu einer sichtbaren Implantatbewegung kommen. Deshalb empfehle ich, nur der Körperform angepasste Implantate unter dem Brustmuskel zu positionieren.
  • Eine Taubheit der Brusthaut und -warze kommt manchmal vor, bildet sich meistens zurück.
  • Bei entsprechender Veranlagung können manchmal wulstige, dicke, verfärbte und schmerzhafte Narben (Keloid) entstehen. Ich biete Ihnen gerne einen Korrektureingriff.
  • In selten Fällen kann die Fähigkeit zum Stillen durch eine Brustvergrößerungsoperation beeinträchtigt werden.
  • Kleine Asymmetrien in Form und in Höhe sind meistens schon vor der Operation vorhanden.
  • Schwellungen und Blutergüsse heilen meist innerhalb weniger Tage ab. Wundheilungsstörungen und Infektionen sind eher selten. Sie erhalten von mir vorbeugend Antibiotika vor und nach der Operation.
  • Blutgerinnsel (Thromben) sind selten. Rauchen und die Einnahme der Anti-Baby-Pille sind Faktoren, die die Bildung von Thromben begünstigen. Sie erhalten zur Vorbeugung einer Thrombose von mir geeignete Medikamente, die Ihnen am Operationstag und während der stationären Behandlung täglich verabreicht werden.
  • Überempfindlichkeitsreaktionen auf Betäubungsmittel oder Medikamente können Brechreiz, Juckreiz oder Hautausschlag auslösen.

Welche Narkose erhalte ich bei einer Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) mit Implantaten und wie lange dauert der Klinikaufenthalt?

Ich führe den Eingriff immer unter Vollnarkose und stationär durch. Nach der Operation bleiben Sie eine Nacht in der Klinik. Auf Wunsch dürfen Sie aber auch nach Hause entlassen werden.

Ich empfehle, die notwendigen Voruntersuchungen von Ihrem Hausarzt durchführen zu lassen.
Vor der Operation wird außerdem eine Aufklärung durch den Narkosearzt vorgenommen. Dabei haben Sie Gelegenheit, alle Ihre Fragen zur Narkose mit dem Anästhesisten zu besprechen.

Was muss ich nach der Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) mit Implantaten beachten?

  • Kontinuierliche Kühlung der Brustregion kann einer starken Schwellung vorbeugen. Die Schwellungen und oberflächlichen Blutergüsse (blauen Flecken), bilden sich im Laufe von mehreren Tagen und Wochen wieder zurück.
  • Drainagen werden in der Regel am Folgetag ohne Sog entfernt. Die Hautfäden sind meistens selbstauflösend.
  • Unmittelbar nach der Brust-OP wird die Brust für ein paar Tage spannen und manchmal auch schmerzen. Die Schmerzen sind meist gering und können mit Medikamenten gut behandelt werden. Einige Stunden nach der Operation sollten Sie aufstehen, um das Risiko der Blutgerinnsel- Bildung zu reduzieren.
  • Die Berührungsempfindlichkeit Ihrer Brustwarzen kann nach dem Eingriff zunächst vermehrt oder beeinträchtigt sein, es kann einige Zeit dauern, bis Sie wieder normal empfinden.
  • Nach wenigen Tagen können Sie wieder wie gewohnt duschen und mit der Hautpflege beginnen.
  • Bei Rötung, Schmerz oder Wundnässe sollten Sie mich kontaktieren.
  • Während der ersten Wochen sollten Sie die Oberarme sehr vorsichtig bewegen. Zudem ist es wichtig, dass Sie keinesfalls auf dem Bauch, sondern in Rückenlage schlafen, um die innere Wundheilung nicht zu stören.
  • Ihre volle Arbeitsfähigkeit ist, in Abhängigkeit von Ihrer Tätigkeit und dem Umfang der Operation, erst ab 2 Wochen wiederhergestellt.
  • In den ersten drei Monaten empfehle ich, das Ergebnis der Operation rund um die Uhr durch einen Stütz-BH zu stabilisieren. Dieser sollte optimal sitzen, Ihre Brust stützen und Sie nicht einengen. Der gleichmäßige Druck des BHs wirkt einer überschießenden Narbenbildung entgegen. Büstenhalter, die die Brust stark heben (z. B. Wonderbra), sollten Sie während der ersten sechs Monate meiden. Manchmal wird zur Unterstützung des operativen Ergebnisses ein so genannter „Stuttgarter Gürtel“ eingesetzt. Ob (und wenn ja, wie lange) Sie diesen tragen sollten, teile ich Ihnen vorab im Aufklärungsgespräch mit.
  • Um die Brust vor Stresssituationen zu schützen, sollten Sie sportliche Aktivitäten möglichst bis zum Abschluss der Wundheilung unterlassen (z. B. Kampfsport, Extremsport, Ballsportarten, Reiten, Joggen). In dieser Zeit sollten Sie und auch Ihr Sexualpartner äußerst behutsam mit Ihren Brüsten umgehen und jede Überbeanspruchung vermeiden. Auch Haushaltsarbeiten müssen vorerst unterlassen werden. Eine vierwöchige bis dreimonatige Ruhezeit hilft dem Körper, die Heilung besser voranzubringen.
  • Zunächst werden die Narben noch gerötet sein, sie verblassen aber innerhalb weniger Monate und passen sich der umliegenden Haut an. Nach abgeschlossener Wundheilung können die Narben mit pflegenden Cremes behandelt werden. Während des folgenden halben Jahres ist eine UV-Bestrahlung der Narben zu verhindern (z.B. bei einem Sonnenbad), da sie sich dadurch bräunlich verfärben können.
  • Nach etwa sechs Monaten bis zu einem Jahr wird die Brust als völlig natürlich empfunden und hat ihre endgültige Form erlangt. Erst dann kann auch das endgültige Ergebnis der Operation beurteilt werden. Die Narben und eventuelle Verhärtungen im Gewebe verbessern sich sogar noch während der folgenden ein bis zwei Jahre, so dass sie schließlich unauffällig – wenn auch nicht unsichtbar – werden.

Kann ich nach einigen Jahren die Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) mit Implantaten wiederholen?

Eine Brustvergrößerung kann wiederholt werden. Der natürliche Alterungsprozess, Gewichtsveränderungen und die Schwerkraft können das Operationsergebnis nach mehreren Jahren ändern. Ich werde mit Ihnen in jedem Einzelfall abwägen, ob ein erneuter Eingriff sinnvoll ist.

Frühere Implantate mussten ca. 10 Jahre nach der ursprünglichen Operation ausgetauscht werden. Der Wechsel war unter anderem dadurch begründet, dass die damals verwendeten Implantate durch eine zu weiche Hülle und einen sehr flüssigen Inhalt nicht so haltbar und formbeständig waren, wie die heute verwendeten Prothesen.

Aufgrund der wesentlich längeren Haltbarkeit der modernen Brustimplantate, geben fast alle Hersteller eine lebenslange Garantie auf ihre Implantate. Ich empfehle 10-15 Jahren nach der Brustvergrößerung eine MRT-Untersuchung vorzunehmen.

Ich biete meinen Patienten durch mein Serviceprogramm, eine jährliche kostenfreie Nachkontrolle an.

So lange keine Komplikationen auftreten, besteht auch kein Grund, medizinisch einwandfreie Implantate auszutauschen.

Wie viel kostet eine Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) mit Implantaten und gibt es eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse?

Die Kosten der Operation sind abhängig vom Aufwand und der Qualität des Implantates (siehe Preisliste).

  • Im Falle einer rein kosmetisch-ästhetischen Vergrößerung der Brust, ist eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse nicht gegeben. Den vereinbarten Preis für die Brustvergrößerung müssen Sie daher komplett selbst tragen.
  • Bei ästhetischer Indikation mit medizinischer Grundlage (z.B. bei Brusterkrankungen oder Asymmetrien) werden die Kosten der Brustvergrößerung in Ausnahmefällen von der Krankenkasse übernommen. In diesem Fall ist im Vorfeld eine Kostenübernahmeerklärung der Krankenkasse nötig.
  • Sollte eine eindeutig medizinische Indikation vorliegen (z.B. bei Rekonstruktion der Brust nach einer Tumor-OP, Fehlbildung der Brüste und des Brustkorbs), übernimmt die Krankenkasse die Kosten der Brust-OP in vollem Umfang.

Der Preis alleine sollte nicht ausschlaggebend sein, sondern auch das ästhetische Empfinden eines Arztes, sowie die Qualität seiner Arbeit und die Zufriedenheit der anderen Patientinnen.

Kann ich mir vorab mit Vorher/Nachher-Bildern einen optischen Eindruck verschaffen, um mir eine eigene Meinung zu bilden?

In Deutschland ist es nicht zulässig, in öffentlichen Medien Vorher/Nachher-Aufnahmen von Patienten zu zeigen.

In meiner Praxis gebe ich Ihnen jedoch gerne optische Eindrücke der von mir behandelten Patienten, die über die Narbenverläufe, die Brustform und die Brustproportionen nach einer Brustvergrößerung informieren.