Bruststraffung (Mastopexie)

Allgemein

Der Bedarf an unabhängigen Informationen zum Thema Bruststraffung ist groß. Auch wenn die Informationen auf meiner Homepage kein Beratungsgespräch mit mir oder einem anderen Facharzt für plastische Chirurgie ersetzen können, haben Sie hier die Möglichkeit, sich umfassend und kritisch mit den Möglichkeiten – aber auch den Risiken – die eine Bruststraffung mit sich bringt, auseinander zu setzen.

Eine Bruststraffung (Mastopexie) – warum?

Ihre Brust ist von Natur aus ständigen Veränderungen unterworfen: Schwangerschaft, Gewichtsveränderungen, hormonelle Einflüsse und nicht zuletzt Alterungsprozesse beeinflussen über die Jahre Form und Erscheinung Ihrer Brüste.

Ob die weibliche Brust gefällt, liegt im Auge des Betrachters. Die meisten Frauen fühlen sich wohl, wenn sich ihre Brust harmonisch der Körpersilhouette anpasst, sich straff anfühlt und einen runden, schönen, nicht zu breiten Warzenhof aufweist.

Aufgrund der kontinuierlichen Veränderungen im Leben erschlaffen die anfangs jugendlichen Brüste zunehmend und verlieren ihre schöne Form. Je nach Brustvolumen, Beschaffenheit des Bindegewebes und abhängig von Schwangerschaft, Stillzeit oder starken Gewichtsschwankungen kann sich der Hautmantel im unteren Bereich der Brust weiten. Das Brustgewebe samt Brustwarze sackt daraufhin ab.

In diesen Fällen kann ich als ästhetisch-plastische Chirurgin verschönernd eingreifen und Ihnen wieder zu straffen, jünger aussehenden Brüsten verhelfen.

Was sind die Voraussetzungen für eine Bruststraffung (Mastopexie) und wann ist der richtige Zeitpunkt?

Die erste wichtige Voraussetzung für eine Bruststraffung ist, dass Sie körperlich vollständig gesund sind. Prinzipiell kann die Operation in jedem Alter durchgeführt werden. Grundsätzlich gilt jedoch, dass Ihr Körperwachstum abgeschlossen und Ihre Brüste voll entwickelt sein müssen. Viele junge Frauen leiden so sehr unter ihren „Hängebrüste“, dass sie nicht so lange auf eine Operation warten möchten bis ihre Familienplanung abgeschlossen ist. In solchen Fällen führe ich die Operation auch ab dem 17 Lebensjahr durch um massiven Leidensdruck zu minimieren.

Welche Vorteile habe ich durch eine Bruststraffung (Mastopexie)?

Bei einer Bruststraffung forme ich die Haut um Ihre Brust herum fester und straffer, hebe Ihre Brust an und versetze Ihre Brustwarzen auf die richtige Höhe und die richtige Position. Ggf. verkleinere ich Ihre Brustwarzen auch. Ihre Brust erscheint dadurch jugendlicher.

Falls Ihre Brüste von Natur aus leicht asymmetrisch sind, kann ich sie durch eine zusätzliche Verkleinerungs- oder Vergrößerungs-Operation im Seitenvergleich teilweise oder ganz korrigieren bzw. die Volumendifferenz teilweise oder ganz ausgleichen.

Durch eine Bruststraffungs-OP kann ich in der Regel eine volle und natürliche Brustform erreichen. Die Ergebnisse halten aber trotz Beständigkeit nicht ewig. Abhängig von Ihrer persönlichen Veranlagung und Ihrem Gewebe wird sich auch Ihre neue Brustform verändern.

Eine präzise Operationsplanung ist notwendig, um ein für Sie perfektes Ergebnis zu erzielen.

Bevor Sie sich zu einer Bruststraffung entschließen, sollten wir in einem Beratungsgespräch gemeinsam klären, welche Ergebnisse bei Ihren körperlichen Voraussetzungen zu erwarten sind. Zeigen Sie mir bitte anhand von Bildern, welche Veränderungen Sie sich von der Operation erhoffen. Gerne biete ich Ihnen an, sich mit anderen Patienten von mir in Verbindung zu setzen, um sich auszutauschen.
Es ist das alleinige Ziel des Eingriffs, dass Sie sich anschließend zufriedener fühlen.

Wie bereite ich mich auf eine Bruststraffung (Mastopexie) vor?

  • Bevor ich eine Bruststraffung durchführe, werde ich mit Ihnen in einem ausführlichen Beratungsgespräch das realistisch Machbare genau abwägen und in Einklang mit Ihren Wünschen bringen.
  • Zuerst erhebe ich eine genaue Anamnese und untersuche Sie. Speziell bei Brustoperationen analysiere ich die Größe, Qualität und Konsistenz Ihrer vorhandenen Brustdrüsen, die Lage und Größe Ihrer Warzenhöfe sowie die Qualität Ihrer Hautstruktur genauestens. Weitere Faktoren wie Schwangerschaftsstreifen oder Folgen von Gewichtsveränderungen ziehe ich ebenso in Betracht.
  • Bei speziellen Fragen und Unklarheiten kläre ich gerne Ihre offenen Fragen anhand einer Mammographie oder Ultraschalluntersuchung.
  • Eventuelle Gewichtsabnahme nach der Bruststraffung kann zu einer erneuten Erschlaffung des Brustgewebes führen.
  • Bedenken Sie bei Ihrer Entscheidung auch, dass es z. B. nach einer Schwangerschaft erneut zu einer Veränderung der Brustform kommen kann. Die Fähigkeit zu Stillen wird selten durch die Operation beeinträchtigt.
  • Im Aufklärungsgespräch werde ich die Möglichkeiten der Schnittführung und die entstehenden Narben genau mit Ihnen besprechen und auch auf Ihrer Haut skizzieren.
  • Bitte denken Sie im Aufklärungsgespräch auch daran, mir mitzuteilen, ob und welche Medikamente Sie bis zur Operation weiterhin einnehmen müssen. Medikamente, die die Blutgerinnung verzögern, müssen Sie unter Überwachung Ihres behandelnden Hausarztes in der Regel 14 Tage vor der Operation absetzen.
  • Zu den gerinnungshemmenden Substanzen gehören einige Schmerzmittel, u.a. ASPIRIN (ASS) oder Vitamin E. Diese sollten Sie spätestens fünf Tage vor der Operation absetzen, da die blutverdünnende Wirkung die Blutgerinnung verzögert und Nachblutungen verursachen kann.
  • Auch auf hormonhaltige Medikamente wie Östrogenpräparate oder die Anti-Baby-Pille sollten Sie verzichten. Diese Medikamente sollten Sie ebenfalls unter Überwachung Ihres behandelnden Arztes vor der Operation absetzen.
  • Leiden Sie unter Allergien, z. B. gegen Medikamente oder Pflegemittel (auch Desinfektionsmittel oder Pflaster), oder sind bei Ihnen andere Krankheiten bekannt, teilen Sie mir dies bitte mit.
  • Neigen Sie zu blauen Flecken oder anhaltenden Blutungen nach kleinen Verletzungen, muss ich vor der Operation eine Gerinnungsstörung ausschließen können.
  • Nikotinkonsum kann zu Durchblutungsstörungen führen. In Kombination mit Medikamenten zur Empfängnisverhütung (Anti-Baby-Pille) steigt das Risiko von Blutgerinnseln stark an. Verzichten Sie daher so früh wie möglich auf Nikotin.
  • Voruntersuchungen (in der Regel Elektrokardiogramm und Blutuntersuchung) können Sie von Ihrem Hausarzt durchführen lassen.
    Der Anästhesist bespricht im Vorfeld die Narkose mit Ihnen. Er überwacht Sie während der gesamten Operation.
  • Bei der Planung des Operationstermins sollten Sie sowohl die beruflichen Folgen als auch die Nachbehandlungszeit einkalkulieren. Den Eingriff führe ich in der Regel stationär unter Vollnarkose durch. Anschließend müssen Sie mit einem Klinikaufenthalt von drei bis fünf Tagen – bei Bedarf auch länger – rechnen.
  • Vermeiden Sie am Tag und am Abend vor der Operation den Konsum von Alkohol. Am OP-Tag müssen Sie nüchtern sein. Ihre Medikamente können Sie ggf. nach Rücksprache mit etwas Wasser einnehmen.

Was geschieht bei einer Bruststraffung (Mastopexie)?

Medizinisch gesehen verläuft eine Bruststraffung ähnlich einer Brustverkleinerung; die Schnitttechniken, die ich anwende, sind nahezu identisch.
Je nach individueller Voraussetzung – z.B. bei unterschiedlichen Brustgrößen – werde ich zur Optimierung des Resultates an der Gegenseite ggf. ein Implantat einsetzen oder einen Teil des Brustgewebes entfernen, sofern dies Ihrem Wunsch entspricht.

Welche Operationsmethode in Ihrem Fall die geeignete ist, richtet sich nach Ihrer Hautbeschaffenheit sowie der Form und Größe Ihrer Brust. Selbstverständlich berücksichtige ich auch Ihre persönlichen Wünsche und Vorstellungen bei der Planung der Bruststraffung, der anzuwendenden Technik und bei der Auswahl der Schnittführung. Soweit möglich, entscheide ich mich immer für die Methode, die im individuellen Fall zur geringsten Narbenbildung beiträgt.

Da das Brustvolumen bei einer Bruststraffung nicht verringert werden soll, entferne ich bei einer reinen Straffungs-Operation nur erschlafftes Hautgewebe. Die Brustdrüse und das Fett bleiben erhalten.

Vor dem eigentlichen Eingriff skizziere ich zunächst die geplanten Schnitte und die zukünftige Position der Brustwarze auf Ihre Haut. Der Brustbereich wird desinfiziert und abgedeckt.

Die Schnittführung verläuft in der Regel rund um den Warzenhof und von dessen unterem Rand zur unteren Brustfalte (I-Schnitt). Bei stark erschlafften Brüsten verläuft der Schnitt zusätzlich waagerecht entlang der natürlichen Brustfalte zur Seite (L-Schnitt), teilweise ist ein weiterer Schnitt nach innen (T-Schnitt) nötig. Die verschiedenen Schnittführungen beeinflussen die spätere Narbenbildung.

Bei Neuformung Ihrer Brust bringe ich die Brustwarze samt Nerven und Blutgefäßen in eine neue Position und verkleinere sie bei Bedarf. Anschließend entferne ich ausschließlich überschüssiges Hautgewebe der unteren Brust und verkleinere ggf. den Warzenhof. Den verbleibenden Drüsenkörper forme ich neu und verlagere ihn nach oben. Dort befestige ich ihn einerseits mit versenkten Nähten am Muskel, andererseits durch die Hautstraffung.

Die Wunde verschließe ich mit feinsten Fäden unter der Haut. Drainagen sorgen anschließend für den ungehinderten Abfluss von Blut und Gewebeflüssigkeit.

Ein Stütz-BH und ein straff sitzender Verband stabilisieren das Ergebnis.

Je nach Ausmaß dauert der Eingriff etwa zweieinhalb bis vier Stunden, selten auch länger.

Welche Bruststraffungsmethoden gibt es und muss ich sichtbare Narben befürchten?

Vier verschieden Schnittführungen stehen zur Auswahl:

  • Vertikale Narbe (narbensparende Methode nach Le Jour, sog. I-Schnitt)
    Bei dieser Methode setze ich den Schnitt nur um den Warzenhof herum und anschließend senkrecht nach unten bis zur Brustumschlagsfalte. Dadurch kann ich die Narbe deutlich kürzer und unauffälliger halten.
    Da diese Technik die Entfernung einer größeren Hautfläche ermöglicht, sind auch bei einer mittelstarken Erschlaffung der Brust gute Resultate zu erwarten.
  • Umgekehrte T-Narbe (nach Strömbeck-Methode)
    Bei dieser Methode erfolgt der Schnitt rund um den Warzenhof und von dort senkrecht nach unten bis zur Brustfalte. Dort endet er rechts und links durch einen waagerechten Schnitt in der Brustumschlagsfalte.
    Diese Methode wende ich meist bei stark erschlafften Brüsten mit großen seitlichen Hautüberschüssen und natürlich auch bei sehr großen Brüsten an.
  • Die L-Methode
    Bei dieser Methode ist die Schnittführung analog zur klassischen T-Schnitt-Technik. Auch hier erfolgt zuerst der Schnitt um den Warzenhof und anschließend senkrecht nach unten. Doch im Gegensatz zur T-Methode setze ich den Schnitt nicht nach beiden Seiten, sondern nur horizontal in Richtung Ihres Armes (zur Seite) fort. Damit fällt der Hautschnitt kleiner aus und zeigt sich in einer L-förmigen Narbe.
  • Kreisförmige Narbe, O- Narbe (narbenminimierende Methode nach Benneli)
    Bei dieser Methode erfolgt der Schnitt lediglich kreisförmig um den Warzenhof (daher wird sie auch O-Methode genannt). Anschließend ziehe ich die Haut rund um die Brustwarze zusammen und plissiere sie. Diese Methode eignet sich am besten, wenn ich nur kleine Mengen an Brusthaut entfernen möchte. Ansonsten sind die Erfolgsaussichten eher gering.

Welche Komplikationen können bei einer Bruststraffung (Mastopexie) auftreten?

Keine Operation ist ohne Risiko. Die Risiken einer Bruststraffung sind vergleichsweise gering, da nur Haut und allenfalls kleine Mengen an Drüsengewebe entfernt werden.

Wichtig ist, die Operation von einer qualifizierten plastischen Chirurgin/en mit genügend Erfahrung vornehmen zu lassen. Trotz größter Sorgfalt können – wie bei jedem chirurgischen Eingriff – während oder nach der Operation vereinzelt Komplikationen auftreten.

  • Schwellungen und Blutergüsse heilen meist innerhalb weniger Tage ab. Sie erhalten vorbeugend von mir Auriderm- Gel. Wundheilungsstörungen und Infektionen, die zu einem Auseinanderdriften der Naht führen, sind eher selten. Sie erhalten vorbeugend Antibiotika.
  • Da kein Brustgewebe entfernt wird, tritt eine Taubheit der Brustwarze fast nie auf. Die seitlichen und unteren Brusthautregionen können sich aber taub anfühlen. Meist kehrt das Gefühl im Heilungsprozess wieder zurück.
  • Weil die Brustwarzen während der Operation zusammen mit Nerven und Blutgefäßen versetzt werden, bleibt die Fähigkeit zum Stillen nach einer Bruststraffungsoperation meistens erhalten.
  • Durch den postoperativen Heilungsprozess kann es durch Veränderungen der betroffenen Haut- und Geweberegionen zu leichten Unterschieden der Brustform kommen.
  • In sehr seltenen Fällen können Durchblutungsstörungen dazu führen, dass das Gewebe (auch im Bereich der Brustwarzen) abgestoßen wird. In diesem Fall muss ich mit einem erneuten Eingriff das betroffene Gewebe durch körpereigene Hautverpflanzung ersetzen.
  • Die Ausprägung von Narben ist von Patient zu Patient anlagebedingt verschieden. Bei entsprechender Veranlagung können wulstige, dicke, verfärbte und schmerzhafte Narben (Keloid) entstehen. Solche Narben erfordern vereinzelt einen Korrektureingriff.
  • Blutgerinnsel (Thromben) sind selten. Rauchen und die Einnahme der Anti-Baby-Pille (Kontrazeptiva) sind Faktoren, die die Bildung von Thromben begünstigen. Sie erhalten zur Vorbeugung einer Thrombose von mir geeignete Medikamente, die Ihnen am Operationstag und während der stationären Behandlung täglich verabreicht werden.
  • Überempfindlichkeitsreaktionen auf Betäubungsmittel oder Medikamente können Brechreiz, Juckreiz oder Hautausschlag auslösen.

Was muss ich nach der Bruststraffung (Mastopexie) beachten?

  • Nach der Operation wird Ihre Brustregion nicht gekühlt, um die Durchblutung der Warzenregion nicht zu gefährden. Die Schwellungen und oberflächlichen Blutergüsse (blauen Flecken), bilden sich im Laufe von mehreren Tagen und Wochen wieder zurück.
  • Drainagen werden in der Regel am Folgetag ohne Sog entfernt. Die Hautfäden sind meistens selbstauflösend.
  • Unmittelbar nach der Brust-OP wird die Brust für ein paar Tage spannen und manchmal auch schmerzen. Die Schmerzen sind meist gering und können mit Medikamenten gut behandelt werden. Einige Stunden nach der Operation sollten Sie aufstehen, um das Risiko der Blutgerinnsel- Bildung zu reduzieren.
  • Die Berührungsempfindlichkeit Ihrer Brustwarzen kann nach dem Eingriff zunächst vermehrt oder beeinträchtigt sein, es kann einige Zeit dauern, bis Sie wieder normal empfinden.
  • Nach wenigen Tagen können Sie wieder wie gewohnt duschen und mit der Hautpflege beginnen.
  • Bei Rötung, Schmerz oder Wundnässe sollten Sie mich kontaktieren.
  • Während der ersten Wochen sollten Sie die Oberarme sehr vorsichtig bewegen. Zudem ist es wichtig, dass Sie keinesfalls auf dem Bauch, sondern in Rückenlage schlafen, um die innere Wundheilung nicht zu stören.
  • Ihre volle Arbeitsfähigkeit ist, in Abhängigkeit von Ihrer Tätigkeit und dem Umfang der Operation, erst ab 3 Wochen wiederhergestellt.
    In den ersten drei Monaten empfehle ich, das Ergebnis der Operation rund um die Uhr durch einen Stütz-BH zu stabilisieren. Dieser sollte optimal sitzen, Ihre Brust stützen und Sie nicht einengen. Der gleichmäßige Druck des BHs wirkt einer überschießenden Narbenbildung entgegen. Büstenhalter, die die Brust stark heben (z. B. Wonderbra), sollten Sie während der ersten sechs Monate meiden.
  • Um die Brust vor Stresssituationen zu schützen, sollten Sie sportliche Aktivitäten möglichst bis zum Abschluss der Wundheilung unterlassen (z. B. Kampfsport, Extremsport, Ballsportarten, Reiten, Joggen). In dieser Zeit sollten Sie und auch Ihr Sexualpartner äußerst behutsam mit Ihren Brüsten umgehen und jede Überbeanspruchung vermeiden. Auch Haushaltsarbeiten müssen vorerst unterlassen werden. Eine vierwöchige bis dreimonatige Ruhezeit hilft dem Körper, die Heilung besser voranzubringen.
  • Zunächst werden die Narben noch gerötet sein, sie verblassen aber innerhalb weniger Monate und passen sich der umliegenden Haut an. Nach abgeschlossener Wundheilung können die Narben mit pflegenden Cremes behandelt werden. Während des folgenden halben Jahres ist eine UV-Bestrahlung der Narben zu verhindern (z.B. bei einem Sonnenbad), da sie sich dadurch bräunlich verfärben können.
  • Nach etwa sechs Monaten bis zu einem Jahr wird Ihre Brust als völlig natürlich empfunden und hat ihre endgültige Form erlangt. Erst dann kann auch das endgültige Ergebnis der Operation beurteilt werden. Die Narben und eventuelle Verhärtungen im Gewebe verbessern sich sogar noch während der folgenden ein bis zwei Jahre, so dass sie schließlich unauffällig – wenn auch nicht unsichtbar – werden.

Kann ich nach einigen Jahren die Bruststraffung (Mastopexie) wiederholen?

Eine Bruststraffung kann wiederholt werden. Der natürliche Alterungsprozess, Gewichtsveränderungen und die Schwerkraft können das Operationsergebnis nach mehreren Jahren wieder verschlechtern. Der Zustand wie vor der Operation wird jedoch nicht wieder entstehen. Wir besprechen gemeinsam wie eine nochmalige Operation nach einigen Jahren vorgenommen wird.

Bevor Sie eine Nachoperation planen, sollte unbedingt das Endergebnis des ersten Eingriffs abgewartet werden.

Wie viel kostet eine Bruststraffung (Mastopexie) und gibt es eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse?

Die Kosten der Operation sind abhängig vom Aufwand und Ihren körperlichen Voraussetzungen (siehe die Rubrik Preisliste).

Wenn stark erschlaffte, hängende Brüste Beschwerden wie nässende Haut, Entzündungen und Wundreiben der Haut an der Umschlagfalte, oder ähnliches, verursachen, kann eine medizinische Indikation für eine Bruststraffung bestehen. Wenn zusätzlich noch nachgewiesen werden kann, dass es durch die erschlaffte Brust zu körperlichen Folgeschäden kommen wird, sind die besten Voraussetzungen für eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse gegeben.

Bitte sprechen Sie in diesen Fällen auf jeden Fall vor der Operation mit der für Sie zuständigen Kasse und legen Sie mir bei einer positiven Entscheidung die Kostenübernahmeerklärung vor.

Im Falle einer reinen ästhetischen Straffung der Brust müssen Sie die Kosten selbst tragen.

Kann ich mir vorab mit Vorher/Nachher-Bildern einen optischen Eindruck verschaffen, um mir eine eigene Meinung zu bilden?

In Deutschland ist es nicht zulässig, in öffentlichen Medien Vorher/Nachher-Aufnahmen von Patienten zu zeigen.

In meiner Praxis gebe ich Ihnen jedoch gerne optische Eindrücke der von mir behandelten Patienten, die über die Narbenverläufe, die Brustform und die Brustproportionen nach einer Bruststraffung informieren.